| Supplements | Ernährung | Diät | Training | Doping |
Ernährung
Informationen zur Ernährung im Sport und im Allgemeinen. Einsatz von Nahrungsergänzungen zur Leistungssteigerung.
© Quality Sportfood.
.
.
Wie baue ich am schnellsten Muskeln
auf?
Für
ein optimales Dickenwachstum der Muskulatur ist es unabdingbar die drei
Eckpfeiler des Muskelaufbaus zu 100% zu verwirklichen:
-Training
-Ernährung
-Regeneration: ausreichend Regeneration
Training
Im Grunde löst jede Art von Sport bis zu einem gewissen Maße eine
Hypertrophie, also ein Dickenwachstum der Muskulatur, aus. Bei keiner Sportart
ist diese allerdings so ausgeprägt wie beim Krafttraining. Bei den
Trainingsmethoden scheiden sich die Geister allerdings. Volumentraining,
High-Intensity-Training (HIT), Einsatztraining, Mehrsatztraining, selbst über
die Trainingsdauer und Trainingshäufigkeit wird debattiert. Klar sollte
allerdings jedem sein, dass alle Methoden funktionieren. Die Unterschiede sind
im Grunde marginal, solange die Trainingsgestaltung effizient bleibt.
Wichtig ist, dass die Wiederholungen pro Satz nicht zu viel werden.
Am effizientesten ist meiner Ansicht eine Wiederholungszahl zwischen sechs und
zehn. In diesem Wiederholungsbereich zu trainieren, bedeutet, ein Gewicht wählen
zu müssen, mit dem zumindest sechs Wiederholungen möglich sind. Das
"Prinzip der letzen Wiederholung" ist zu beachten, was bedeutet, dass
der Satz erst dann zu Ende ist, wenn sich das Gewicht nicht mehr mit Muskelkraft
- bei gleichbleibend sauberer und konzentrierter Ausführung - bewegen lässt.
Wenn diese letzte - für den Wachstumsreiz entscheidende - Wiederholung die
elfte sein sollte, so muss im Folgetraining das Gewicht erhöht werden, wenn man
an Leistungssteigerung interessiert ist.
Die
einzelnen Wiederholungen sollten langsam (mindestens zwei
Sekunden konzentrische und zwei Sekunden exzentrische Phase), konzentriert und
sauber sein. Keinesfalls sollte man das Gewicht in der exzentrischen Phase
(Bspw. dem Absenken beim Bankdrücken) fallen lassen, bzw. die
Absenkgeschwindigkeit vornehmlich von der Schwerkraft bestimmen lassen. Auch ein
Abfedern auf der Brust beim Bankdrücken muss daher tabu sein. Es geht nicht
darum möglichst viel Gewicht irgendwie zu bewegen. Es geht darum, das für den
Leistungsstand der Muskulatur angemessene Gewicht, ausschließlich durch
Muskelkraft, ohne Zuhilfenahme von Schwung und Schwerkraft, kontrolliert zu bewältigen.
Die einzelnen Muskelgruppen einmal wöchentlich - besser einmal
alle fünf Tage - intensiv zu trainieren, ist optimal für den Muskelaufbau. Man
kann sich hierzu eines Ganzkörpertrainings bedienen oder auch ein
zeitintensiveres, dafür aber meines Ansicht etwas effizienteres, Splitprogramm
wählen. Im Ganzkörpertraining wird die gesamte Muskulatur in einer
Trainingseinheit trainiert. Ein Splitprogramm unterteilt die Ganzkörpertrainingseinheit
in einzelne Muskelgruppen und wird daher auch auf zwei oder mehr Tage verteilt.
Die Trainingsdauer ist ein weiterer wichtiger Punkt. Das heutige
Wissen um die hormonellen Vorgänge während des Trainings zeigt, dass sich der
Hormonhaushalt ab einer Trainingsdauer von über einer Stunde beginnt, von einer
anabolen (aufbauenden) in eine katabole (abbauenden) Lage zu verschieben. Das
bedeutet zwar nicht, dass ein zweistündiges Training keinen Aufbau bewirkt,
legt aber die Vermutung nahe, dass ein einstündiges Training effizienter ist.
Mitentscheidend für die Trainingsdauer ist die Übungswahl und die
Satzzahl der Trainingseinheiten. Kurze und Intensive Trainingsmethoden wie das
HIT(High-Intensity-Training) kommen in der Regel mit einem Satz pro Übung und
nur wenigen Übungen pro Muskelgruppe aus, so dass eine Trainingseinheit nicht länger
als 30 Minuten dauert. Ein klassische Mehrsatztraining sollte sich auf fünf bis
sechs Übungen à zwei bis drei Sätze beschränken, um die Trainingsdauer von
einer Stunde nicht zu überschreiten.
Bei dem Mehrsatztraining sollten die Pausen zwischen den Sätzen
einer Übung so gewählt werden, dass man sich mental bereit fühlt, einen
weiteren Satz zu bewältigen. Bei Fortgeschrittenen dauert dies selten länger
als 30 Sekunden. Ein sicheres Zeichen für eine zu lange Pause ist, wenn der
zweite Satz einer Übung zur Erreichung der gleichen Wiederholungszahl wie beim
ersten Satz führt.
Die
Ernährung
Eine bedarfsgerechte Ernährung ist die Basis zur Entwicklung
eines gesunden und kraftvollen Körpers. Es ist unbedingt notwendig, ausreichend
Proteine zu sich zu nehmen, um eine positive Stickstoffbilanz zu erreichen. Die
gängige Lehrmeinung empfiehlt eine Zufuhr von mindestens 1,6 g Eiweiss pro
Kilogramm Körpergewicht. Näheres hierzu im Artikel über Proteine.
Des weiteren sollte die Fettzufuhr nicht unter 25 Prozent der
Tageskalorien fallen, um einen Abfall der körpereigenen Produktion an anabolen
Hormonen wie Testosteron zu vermeiden. Zwar ist die Forschung auf diesem Gebiet
sehr widersprüchlich, dennoch ist es auf der anderen Seite unschädlich in
dieser Hinsicht kein Risiko einzugehen, da sich selbst Empfehlungen für eine
fettarme Ernährung auf 25 Kalorienprozent Fett pro Tag beläuft.
Die Kohlenhydratzufuhr sollte bei mindestens 150 g/Tag liegen.
Allein das Gehirn benötigt 70-120 g Kohlenhydrate täglich. Der Bedarf erhöht
sich mit jeder sportlichen Betätigung, entsprechend des Anteils, den die
Glykogenverbrennung am Energieverbrauch hat. Reines Krafttraining spielt sich
allerdings anaerob ab und verbraucht nur verhältnismäßig wenig Glykoken, so
dass es den Kohlenhydratbedarf nur unwesentlich steigert. Die Kohlenhydrate
sollten primär komplex(langkettig, kein Einfachzucker) sein. Gute Quellen sind
Vollkornprodukte, brauner Reis und Gemüse. Ausnahme: Nach dem Trainnig sollten
es jedoch vorrangig kurzkettige Kohlenhydrate sein.
Die Energiezufuhr sollte den Bedarf nicht um mehr als 15 - 20
Prozent unterschreiten, da dann kein Zuwachs an Muskulatur mehr wahrscheinlich
ist und der Körper beginnt, seinen Stoffwechsel massiv zu drosseln (Notprogramm
des Körpers gegen Hungersnöte). Eine Überschreitung des Bedarfs ist
keinesfalls anzuraten, da dieser nur zum Aufbau von Körperfett führt.
Eine Stunde vor dem Training ist eine nicht zu grosse,
kohlenhydratreiche Mahlzeit und die Aufnahme von reinem Eiweiss sinnvoll. So
wird der Cortisolausstoß (kataboles Hormon) während des Trainings verringert.
Sofort nach dem Training sollten unbedingt kurzkettige Kohlenhydrate (Bspw.
Dextrose, Traubensaft) eingenommen werden um die Auffüllung der
Glykogenspeicher zu gewährleisten, den Insulinspiegel zu erhöhen und den
Ausstoss von Cortisol zu verringern. Weitere 30 Minuten später sollten Proteine
(am besten schnell verwertbare, flüssige Aminosäuren) zugeführt werden, um
Baustoffe für die Muskulatur zu liefern und wiederum den Ausstoß von Cortisol
zu verringern.
Die
Regeneration
Die
Erholung nach dem Training ist sehr wichtig. Sie beinhaltet nicht nur
ausreichend Nachtschlaf und bei Bedarf eine halbe Stunde Mittagsruhe, sondern
auch aktive Massnahmen. Ein wöchentliches extensives Lauftraining kann ebenso
zur Regeneration beitragen, wie die Einnahme von Aminosäuren vor dem
Zubettgehen und von Kohlenhydraten nach dem Training.
Ein Dehnprogramm hilft Verschlackungen im Muskel abzubauen. Das
Dehntraining sollte allerdings nicht unmittelbar nach dem Widerstandstraining
erfolgen, da so die Mikroverletzungen der Muskulatur vergrößert würden. Der
beste Zeitpunkt ist nach dem Lauftraining oder sobald der Muskelkater
abgeklungen ist. Muskelkater ist übrigens nichts anderes als ein Mikrotrauma in
der Muskulatur.
Ebenso hilfreich sind Sauna, warme Bäder und Massagen.
Abschliessend
bleibt noch folgendes zu bemerken:
Oft wird Frauen geraten,
Wiederholungszahlen zwischen 15 und 20 pro Satz zu absolvieren. Mit einer
solchen Wiederholungszahl lässt sich weder Muskulatur aufbauen, noch die
Kraftausdauer effizient trainieren. Auch Frauen sollten sich an die obigen
Vorgaben halten. Häufig ist es die Angst vor
Muskelbergen, die eine Ablehnung gegenüber richtigem Krafttraining
schafft. Diese Angst ist jedoch unbegründet. Die Zusammensetzung der
Muskelfasern und die hormonelle Ausgangssituation weiblicher Sportler verhindern
die Entstehung maskuliner Muskulatur.
Wer die Inhalte dieser drei Eckpfeiler beherzigt, ist in der Lage,
seine Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu steigern und schafft die
Vorraussetzungen für absolute Fitness und Lebensqualität bis ins hohe Alter.
Wieviel Protein benötigt man im Bodybuilding?
Proteine, oder auch Eiweisse,
sind die Bausteine des Körpers. Protein setzt sich aus verschiedenen Aminosäuren
zusammen. Kein anderer Nährstoff ist in der Lage, dem Körper das wichtige
Nitrogen zur Herstellung von Muskelprotein, Hormonen, roten Blutkörperchen oder
Enzymen zu liefern. Protein muss deshalb in ausreichenden Mengen mit der Nahrung
aufgenommen werden. Wird der Bedarf auf Dauer unterschritten/überschritten,
kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Der Proteinbedarf
Entscheidend ist
hier die Stickstoffbilanz. Der Körper baut täglich Körperprotein (16 %
Stickstoff) auf und ab. Einen Teil seines Proteinbedarfs deckt er über seine
Abbauprodukte, die er einfach wieder in Aminosäuren aufspaltet und
wiederverwertet, während ein Teil davon ausgeschieden wird und daher ersetzt
werden muss.
Nimmt jemand mehr Stickstoff
auf als er verliert, befindet er sich in einer positiven Stickstoffbilanz
(anabole Stoffwechsellage). Umgekehrt befindet man sich in einer negativen
Stickstoffbilanz, wenn man mehr Stickstoff ausscheidet als aufnimmt (katabole
Stoffwechsellage). Entscheidend ist aber, dass eine massive Zufuhr von Protein
keinen Aufbau bewirkt, während die zu geringe Zufuhr in jedem Fall einen Abbau
nach sich zieht. Es gilt letztlich nur den Bedarf zu decken, um eine positive
Stickstoffbilanz zu erreichen.
Der Bedarf an einzelnen
essentiellen Aminosäuren ist sehr unterschiedlich. Er hängt außerdem vom
Lebensalter ab. In der stärksten Wachstumsphase, beim Säugling, werden pro kg
Körpergewicht am Tag ca. 2,5 g essentielle und nichtessentielle Aminosäuren
benötigt. Für den Erwachsenen wird ca. 1g/kg/Tag veranschlagt, während der
Bedarf eines Sportlers bei ca. 1,5g/kg/Tag liegt. Dieser Wert überschreitet den
Bedarf eines Ausdauersportlers leicht, während Kraftsportler eher zwischen 1,8
und 2,2g benötigen um in einer positiven Stickstoffbilanz zu sein.
Der höhere Bedarf eines
Sportlers hängt damit zusammen, dass der Körper zum einen bestrebt ist, sich
durch Hypertrophie (Muskeldickenwachstum) an eine Belastung (Sport) anzupassen,
wozu er Proteine benötigt. Zum anderen ist der regenerative Bedarf höher, da während
der Belastung Mikroverletzungen entstehen, die auszubessern gleichfalls den
Bedarf an Baustoffen, also Proteinen, erhöht. Zuletzt werden Aminosäuren
(insbesondere BCAA's) bei Ausdauerbelastungen als Energie genutzt. Auch diese
Verluste gilt es auszugleichen.
Die
Stoffwechselgeschwindigkeit beeinflusst den Proteinbedarf ebenfalls. Ein höherer
Proteinbedarf als 2,4 g ist nur im Bodybuilding bei Verwendung von anabolen
Steroiden und anderen anabolen Medikamenten anzunehmen. Obwohl man solche
Empfehlungen oft liest, ist ein Bedarf von bis zu vier Gramm schlicht überzogen
und bringt keinen zusätzlichen Nutzen für den Muskelaufbau.
Welche Proteine sollte man verzehren?
Die Qualität von
Proteinen richtet sich nach Ihrer Verwertbarkeit, also wie vollständig der Körper
das zugeführte Protein aufnehmen kann. Als Masseinheit ist hier die biologische
Wertigkeit (bW, oft auch BV=Biological Value) aufzuführen. Je höher die bW
ist, desto mehr zugeführtes Protein verwertet der Körper.
Die bW ergibt sich letztlich
aus der Qualität der einzelnen Aminosäurebilanzen. Ist der Bedarf an einer
Aminosäure nur zu einem gewissen Teil durch ein Nahrungsprotein gedeckt, so
wird der Körper dieses Protein nicht vollständig verwerten können. Am
Beispiel des Eiproteins mit einer bW von 100 bedeutet dies, dass der Körper aus
100g Eiprotein 100 % aufnehmen kann. Neben der bW gibt es noch eine Reihe
anderer Methoden zur Qualitätsbestimmung von Proteinen, die aber ebenso wenig
wie die bW als absolut zu betrachten sind.
Da Proteine in vollwertigen
Malzeiten nicht isoliert vorkommen, sollte eher das gesamte Nahrungsprotein
einer Malzeit zur Qualitätsbestimmung betrachten. Kombinierte Proteine können
ihre Aminosäurebilanzen ausgleichen und somit zu einer höheren Verwertbarkeit
führen. Typisch für Getreide ist der niedrige Gehalt an Lysin aber hohe Anteil
an Methionin. Dagegen haben Erbsen und Bohnen einer niedrigen Gehalt an
Methionin und einen hohen Gehalt an Lysin. Beide Proteine für sich genommen
haben keine optimale bW. Zusammen sind sie allerdings deutlich besser verwertbar
als einzeln.
Abschliessend kann man also sagen, dass nahezu jedes Protein, dass eine vollständige Aminosäurenbilanz aufweist, in Kombination mit anderen Proteinen optimal zur Deckung des Proteinbedarfs verwendet werden kann.
->> Ausführliche Informationen zum Proteinstoffwechsel
In welchen Abständen sollte man Proteine zu sich nehmen?
Die
Absorptionsgeschwindigkeit von Proteinen ist nicht nur vom Stoffwechseltyp abhängig.
Einige Proteine werden, isoliert betrachtet, also nicht nur vollständiger
verwertet sondern auch schneller verdaut als andere. Molkenprotein wird
beispielsweise deutlich schneller verdaut (4 h) als Casein und führt zu einem höheren
Anstieg des Aminosäurespiegels. Casein versorgt dafür den Körper
kontinuierlicher mit Aminosäuren (7 h).
Hinzugefügt werden muss
allerdings auch hier, dass obige Feststellung keinesfalls als absolut zu
betrachten ist, da auch diese nüchtern und isoliert erfolgte. Vollständige und
vollwertige Malzeiten (Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, ...)
verlangsamen die Proteinverdauung weiter und führen so zu einer
kontinuierlichen Versorgung für mehrere Stunden.
Welches
Protein zu welcher Zeit?
Die ewige Debatte, welches
das beste Protein ist, wird in diesen Berichten wie schon allzu oft und immer
wieder gerne zwischen Molkenprotein und Casein ausgetragen.
Molkenprotein hat mit circa drei Stunden eine recht kurze Verweildauer im
Verdauungstrakt des Körpers und wird daher nicht vollständig verwertet. Ein
Umstand der besonders in Anbetracht der vergleichsweise besseren Aminosäurebilanz
bedauerlich ist. Casein dahingegen verweilt bis zu sieben Stunden in Magen und
Darm und erreicht daher eine Absorption von immerhin 80 Prozent.
Eine Versuchsreihe, die die Verweildauer und somit die Absorption des Proteins
durch Hinzugabe von Kohlenhydraten untersuchte, belegte, dass die Kombination
von Kohlenhydraten und Proteinen durchaus in der Lage ist die Verweildauer zu
erhöhen, leider jedoch ohne eine positive Beeinflussung der Absorptionsrate.
Die Mischung von Molkenprotein und Casein führte dahingegen zu einer minimalen
Verbesserung der Proteinverwertung. Die Erhöhung der Verweildauer erhöht so
auch die Absorption des Molkenproteins. Die Vorteile der für das Muskelwachstum
günstigeren Aminosäurenbilanz lassen sich durch die Kombination besser nutzen,
obgleich die Verweildauer von 8 Stunden gemessen an einer Mischung aus 80
Prozent Casein und 20 Prozent Molkenprotein eine lange Belastung für den
Organismus bedeutet.
Direkt nach dem Training ist
aufgrund der schnellen Resorption auf jeden Fall ein flüssiges Aminosäurenpräparat
zu bevorzugen. Auch Whey Protein leistet hier gute Dienste. Zur
Proteinversorgung zwischendurch eignet sich ein Mehrkomponentenprotein, für die
Proteinversorgung in der Nacht ein vom Körper langsam resorbiertes Milchprotein
oder Aminotabletten, da diese den Verdauungsapparat nicht belasten.
Bedauerlich ist, dass sich die Berichte über Proteine und deren Absorption fast
ausschliesslich auf die Proteine der Milch beziehen. Die zu wesentlich
beachtlicheren Teilen in der Ernährung vertretenen Proteine wie Ei-, Rinder-,
Fisch- und Geflügeleiweiss werden nur viel zu selten behandelt.
Jeder
Mensch benötigt eine bestimmte Menge Makronährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate
und Fette) und Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien und Spurenelemente).Leider
kann man aufgrund der genetischen Unterschiede keine verbindlichen allgemein gültigen
Aussagen über die genau benötigten Mengen dieser Nährstoffe treffen.
Zutreffend ist lediglich, dass ein Mindestmass notwendig ist und dass das
Optimum nicht unbedingt auch dem Minimum entsprechen muss.
Bestimmung
des Kalorien- und Makronährstoffbedarfs
Der Kalorienbedarf errechnet sich aus Grundumsatz (Energieverbrauch unter
strikten Ruhebedingungen) und Leistungsumsatz
(Energieverbrauch körperlicher und geistiger Arbeit). Eine exakte
individuelle Bestimmung ist nur unter Laborbedingungen möglich und selbst dann
nur eine Schätzung, da der Gesamtbedarf von jeder Körperbewegung, ja selbst
von der Veränderung der Aussentemperatur, beeinflusst wird. Es muss also auf
verlässliche Schätzungen zurückgegriffen werden, die allerdings nicht überbewertet
werden sollten.
Recht
einfach lässt sich der Grundumsatz errechnen, indem man bei Frauen das Körpergewicht
mit sieben multipliziert und 700 hinzuaddiert. Beim Mann multipliziert man das Körpergewicht
mit 10 und addiert 900 hinzu.
Der
Leistungsumsatz wirkt sich durch einen weiteren Multiplitationsfaktor auf den
Gesamtbedarf aus. Bei ausschließlich sitzender Tätigkeit mit wenig oder keiner
anstrengenden Freizeitaktivität multipliziet man den errechneten Grundumsatz
mit 1,4, mit 1,6 bei sitzender Tätigkeit mit zeitweiligen gehenden und
stehenden Tätigkeiten und mit 1,8 bei überwiegend gehender und stehender
Arbeit. Für sportliche Betätigung oder anstrengende Freizeitaktivitäten ( 30
bis 60 Minuten, 4-5 mal / Woche) kann der Faktor um 0,3 erhöht werden.
Rechnerisch
hätte ein Kraftsportler mit entsprechender Muskelmasse folglich den gleichen
Energiebedarf wie ein kleinerer aber übergewichtiger Mann. Wie kann das
stimmen? Selbst Körperfett hat einen gewissen Energiebedarf, der allerdings nur
einen Bruchteil des Bedarfs von Muskelmasse ausmacht. Daher wandele ich persönlich
die Formel etwas ab, indem ich die Magermasse (Körpermasse - Fettmasse) als
variable Größe der Gleichung einsetze.
Beispiel
Der
Energiebedarf eines 90 Kilogramm schweren Kraftsportlers mit einem Körperfettgehalt
von 15 % , der als
(90
kg - 15 % x 10 + 900) x (1,6 + 0,3) = 3163,50 Kcal
Laut
Empfehlungen der sollten Erwachsene nicht mehr als 30 Prozent der Energie als
Fett aufnehmen. Mindestens 50 % der Tageskalorienmenge sollte aus Kohlenhydraten
stammen und 15 bis 20 % aus Proteinen. Da die Proteinzufuhr - zumindest im
Kraftsport - ein erfolgsentscheidender Faktor ist, muss die Bedarfsdeckung hier
als Fixgröße herhalten. Die gängige Empfehlung lautet auf 1,6 g Eiweiss pro
Kilogramm Körpergewicht täglich. Da jedoch auch hier von Personen mit gutem bis
sehr gutem Körperfettgehalt ausgegangen wurde, ist es ratsam, wiederum die
Magermasse als Ausgangswert zu nehmen. Daher wird in unserem Beispiel der Faktor
zwei und die Magermasse zur Berechnung verwendet.
Beispiel
Der
Proteinbedarf eines 90 Kilogramm schweren Kraftsportlers mit einem Körperfettgehalt
von 15 % würde sich wie folgt errechnen lassen:
90
kg - 15 % x 2 = 153 g Eiweiss pro Tag
Je
größer die Magermasse eines Athleten, desto höher ist der prozentuale Anteil,
den die Proteinzufuhr am Energiebedarf trät und desto mehr müssen die
verbleibenden Nährstoffe reduziert werden. Bei Athleten, die zusätzlich
intensiv Ausdauersport betreiben, empfiehlt es sich die Fettzufuhr entsprechend
anzupassen, da Kohlenhydrate hier einen leistungsimitierenden Faktor darstellen.
Beispiel
Unser
Athlet benötigt 153 g Eiweiss täglich. Bei 4,1 Kcal pro Gramm Eiweiss
entspricht dies einem Brennwert von 627,3 Kcal, also nahezu 20 Prozent des
Tagesenergiebedarfes. 1581,75 Kcal dürfen aus Kohlenhydraten bestehen. Bei 4,1
Kcal pro Gramm entspricht das 385,79 g. Es verbleiben 949,05 Kcal für die
Zufuhr von Fetten. Bei 9,3 Kcal pro Gramm entspricht das einer Menge von 102,05
g.
Als
Sportler sollte man zwei Liter Wasser täglich zu sich nehmen. Der Mehrbedarf
resultiert aus der Transpiration während des Sports und aus der Notwendigkeit
durch den höheren Proteinverzehr. Während des Trainings sollte so viel Flüssigkeit
in Litern zu sich genommen werden, wie man in Kilogramm durch das Training
verliert.
Schaut
man sich die Beispielwerte an, wird sich manch einer sagen, dass er das locker
verdrücken kann, während manch anderer große Augen bekommt und geneigt ist,
kopfschüttelnd unsere Homepage zu verlassen. Bevor das passiert, bringen wir
einen zweiten mitentscheidenden Faktor ein.
Bestimmung
des Stoffwechseltypus
1.
Der schlechte Nährstoffverwerter
Ein
schlechter Nährstoffverwerter besitzt nicht das genetische Potential größere
Mengen Nahrung vollständig zu verdauen. Ein Teil der wird bei ihm einfach
ungenutzt wieder ausgeschieden. So hat es den Anschein, dass manche Menschen
tatsächlich essen könnten was sie wollen, ohne zuzunehmen. In Wahrheit nehmen
sie allerdings nur einen Teil der zugeführten tatsächlich auf. Dieser Typus
Mensch zeichnet sich durch einen schlanken Körper mit geringem Körperfettgehalt,
aber oft auch einem unterentwickelten Muskelkleid aus. Ein Muskelaufbau ist
meist nur sehr schwer zu realisieren.
Empfehlenswert
ist es daher für einen an Muskelaufbau interessierten schlechten Nährstoffverwerter,
von den üblichen drei Malzeiten pro Tag abzuweichen und die gleiche Nährstoffmenge
auf sechs oder mehr Malzeiten gleichmäßig zu verteilen. So verhindert man eine
Überforderung des Verdauungsapparates, da der im Magen-Darm-Trakt zu verdauende
Speisebrei deutlich geringeren Ausmaßes ist und kann so sicherstellen, dass die
notwendigen Nahrungsproteine für den Muskelaufbau auch in die Blutbahn
gelangen. Gegebenenfalls ist eine Erhöhung der Eiweisszufuhr auf über zwei
Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sinnvoll. Ein protokollierter Selbsttest über
drei oder vier Wochen zeigt schnell, ob eine erhöhte Proteinzufuhr bessere
Ergebnisse bringt.
Beispiel
Unser
Athlet nimmt bislang drei Malzeiten zu sich, die theoretisch seinem Bedarf
entsprechen und gewinnt keine Muskelmasse hinzu, sondern nimmt sofort ab, sobald
er eine Woche pausiert.
Nun
verteilt er seine täglichen Nährstoffe auf sechs kleinere Malzeiten mit
jeweils etwas mehr als 500 kcal und erhöht seine Eiweisszufuhr um 50 g für die
er 25 g Fett einspart. Nun
stellt sich der gewünschte Erfolg ein.
2.
Der gute Nährstoffverwerter
Ein
guter Nährstoffverwerter hat in der Regel keine Probleme Muskulatur aufzubauen.
Sein Problem ist eher, kein Fett aufzubauen. Er muss sehr auf seine Ernährung
achten, wenn er seine gute Form bewahren will. Oft sind auch bereits ein paar
Kilos zu viel auf den Rippen.
Sinnvoll
ist es für dieses Nährstoffverwerter, auf lang sättigende Nahrungsmittel mit
niedrigem Kaloriengehalt zurückzugreifen und möglichst vollständige Malzeiten
aufzunehmen. Fette, Proteine, Kohlenhydrate und Ballaststoffe sollten in jeder
Malzeit in ausgewogenem Verhältnis vorhanden sein, um eine hohe Verweildauer im
Magen-Darm-Trakt zu erreichen. So kann die Entstehung von Hunger zwischen den
Malzeiten verhindert werden.
Beispiel
Unser
Beispielsportler nimmt drei Malzeiten à 50 g Eiweiss, 125 g Kohlenhydrate und
35 g Fett (Bsp. 200 g Putenbrust, 150 g Reis in Sahnesoße) zu sich - was seinem
errechneten Bedarf entspricht - und nimmt damit an Fett zu, obgleich er auch an
Kraft und Muskulatur zunimmt.
Innerhalb
von zwei Wochen bei gleichbleibendem Training und gleichbleibender Ernährung
hat er ein Kilogramm zugenommen. Ein Kilogramm Körperfett entspricht 7.000
Kcal. Folglich hat er pro Tag 500 Kcal täglich zu viel zu sich genommen.
Um
die Nährstoffverhältnisse zu wahren, reduziert er 20 g Kohlenhydrate, 8 g
Eiweiss und 5 g Fett pro Malzeit, was einer Gesamteinsparung von ca. 500 Kcal täglich
entspricht.
Nach weiteren zwei Wochen kontrolliert er sein Gewicht und hat kein weiteres Fett aufgebaut, während er trotzdem kontinuierlich stärker geworden ist.
Das Streben nach Masse ist im Bodybuilding von nicht zu unterschätzender
Bedeutung. Athletisches, kraftvolles Aussehen und muskuläre Entwicklung im
allgemeinen sind ohne Gewichtszunahme nicht zu realisieren. Der Blick zur Waage
ist ein gutes Instrument zur Erfolgskontrolle, wird aber nur all zu oft als
allein seelig machendes Mittel gesehen. Das Schlimmste, das man einem jungen
Athleten antun kann, ist ihn zu fragen ob er abgenommen hat.
Nicht alles was die Waage anzeigt, ist hinzugewonnene Muskulatur. In den
Muskelzellen gespeichertes Wasser, unterschiedliche Glykogenauffüllung und
einige andere nicht direkt in Verbindung mit der Muskulatur stehende Faktoren,
wie dem Füllzustand von Magen und Darm, betrügen einen mit dem Eindruck,
Erfolge verzeichnet zu haben. Der grösste Faktor ist allerdings das Körperfett.
Klassische Missverständnisse im Bodybuilding tragen seit Jahren dazu bei, dass
sich dieser Umstand nicht nur nicht ändern kann, sondern geradezu kultiviert
wird. Oft ist zu lesen, dass es notwendig wäre dem Körper zusätzliche Energie
zuzuführen, damit Muskelzunahmen möglich sind. Mehr Energie zuzuführen als
der Körper braucht, führt lediglich zu vermehrter Fettspeicherung. Täglich
einen Liter Magermilch zusätzlich zu trinken, kann bereits in einem Fettaufbau
von zwei Kilogramm pro Monat resultieren. Ein Ergebnis, das auf der Waage gern
fehlinterpretiert wird.
Zum Aufbau von Muskulatur ist letztlich nur eine positive Stickstoffbilanz
notwendig, also die bedarfsgerechte Zufuhr von Proteinen. Selbst mit einer Ernährung,
die den Energiebedarf unterschreitet, ist Muskelwachstum ohne weiteres möglich.
Auch wenn es viele selbsternannte Experten und Theoretiker nicht wahrhaben
wollen, Fettabbau und Muskelaufbau sind nebeneinander nicht nur möglich,
sondern tägliche Realität.
Daher ist es unverständlich, weshalb so viele Sportler am klassischen Aufbau-
und Definitionsprinzip festhalten. Wer mit einer positiven Energiebilanz
aufbaut, gewinnt auch entsprechende Mengen an Fett dazu, die er dann mühsam
wieder abbauen muss. Egal ob man viel isst oder bedarfsgerecht: Als Natural ist
ein Zugewinn von kaum mehr als zwei Kilogramm Muskulatur jährlich möglich. Was
spricht dagegen, das ganze Jahr über "lean" zu bleiben, wenn das
Ergebnis letztlich das gleiche ist?
Hyperhydration
Wasser spielt für die verschiedenen chemischen Vorgänge im menschlichen Körper,
der zu 65-75 Prozent aus Wasser besteht eine große Rolle. Neu ist, dass die
durch eine starke Versorgung mit Flüssigkeit bewirkte Zellhydration nicht nur
die Proteinsynthese zu steigern vermag, sondern auch die Fettverbrennung.
Da jede Körperzelle zu einem bestimmten Teil aus Wasser und Salzen
zusammengesetzt ist, findet nach einer Zufuhr von Flüssigkeiten, die einen
geringeren Salzgehalt aufweisen, ein osmotischer Ausgleich der
Salzkonzentrationen statt, indem die Zelle soviel Wasser wie es zur Angleichung
notwendig ist durch die Zellwände durchlässt. Diesen Vorgang bezeichnet man
als Hypo-Osmolität.
In einer Studie wurde festgestellt, dass mit der Herstellung einer Hypo-Osmolität
eine gesteigerte Fettverbrennung einherging, die nicht auf hormonelle Ursachen
zurückzuführen war. Die Probanten dieser Untersuchung wurden mit
wasserspeichernden Mitteln behandelt und nahmen 2,5 bis 3 Liter Leitungswasser
über Nacht ein. Zusätzlich wurde zur Aufrechterhaltung des hypo-osmolischen
Zustands am Morgen der Untersuchung eine 4,5 stündige Infusionen von insgesamt
einem Liter einer 0,45 prozentigen Salzlösung gesetzt. Die zu Anfang bereits
dargestellten Ergebnisse weisen auf eine Rolle der Osmolität bei der Regulation
des Flüssigkeits-, Glucose- und Proteinstoffwechsels hin.
Zur Verbesserung und Aufrechterhaltung des Zellvolumens kann zusätzlich zu
einer erhöhten Wasserzufuhr eine Kombination aus Creatin, Glutamin, Glycerol
und Taurin hilfreich sein. Trinken Sie acht oder mehr Gläser Wasser täglich
und ergänzen Sie Ihre Ernährung mit 2-5 Gramm Creatin, 5-15 Gramm Glutamin,
6-8 Gramm Glycerol und 1-3 Gramm Taurin über den Tag verteilt.
Mal abgesehen von der ohnehin bestehenden Wirkung dieser Nahrungsergänzungen
auf die Proteinsyntheserate und Ihre anti-katabolen und immunisierenden Effekte
hilft Ihnen diese Zusammenstellung nicht nur Ihre Zellhydration aufrecht zu
erhalten, sondern ist in der Lage das Zellvolumen noch weiter zu erhöhen. (aa)
Muscle & Fitness, Oktober 1999, Nr. 10, Seite 122 ff.
Fleisch-
oder Pflanzenprotein?
Die Frage, ob die
Entscheidung vegetarisch zu leben, ein lohnender Weg wäre, wird von guten
Argumenten genährt. Immer wieder auftretende Vorfälle wie BSE und andere übertragbare
Tiererkrankungen, der geringere durchschnittliche Fettgehalt von pflanzlichen
Nahrungsmitteln, die nur unbedeutenden Mengen an Cholesterin und die
darmreinigende Wirkung der Ballaststoffe sind nur einige der Pro-Argumente.
Bedenkt man nun, dass die Aufzucht eines Schlachttieres den Verbrauch von
Unmengen an pflanzlichen Nahrungsmitteln bedingt, kommen berechtigte Zweifel an
der Ökologie der fleischhaltigen Ernährung.
Besonders ambitionierte Sportler sollten für sich entscheiden, ob eine
Leistungserhaltung oder -Leistungssteigerung mit vegetarischer Ernährung überhaupt
ähnlich wie die zumeist kostengünstigere Ernährung ohne Verzicht auf Fleisch
möglich ist. Eine Antwort kann hier der Blick auf die Proteine der
verschiedenen Quellen geben.
Tierische Proteine haben im Schnitt eine höhere biologische Wertigkeit und
werden besser resorbiert als pflanzliche Proteine. Sojaprotein zum Beispiel ist
ein Pflanzliches Protein mit einer vergleichsweise hohen biologischen
Wertigkeit. Leider wird es nur sehr schlecht vom Körper resorbiert, so dass man
davon ausgehen kann, dass aus 50 Gramm Soja-Protein lediglich 8 - 10 Gramm tatsächlich
verdaut werden. Ausgehend von einem Bedarf von 2 - 3 Gramm zu 100 Prozent
verwertbarem Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, würde dies für
einen 70 Kilogramm schweren Leistungssportler bedeuten täglich mindestens 875 g
Soja-Eiweiss zu sich nehmen zu müssen, um die gleiche verwertbare Menge Hühnereiweiß
zu erhalten. Eine gesundheitlich unvertretbare und auch nicht zu bewältigende
Menge, wenn man bedenkt, dass der Körper pro Verdauungszyklus lediglich 20
Prozent seines Gesamtgewichtes (in kg) an Proteinen (in Gramm) verwerten kann.
Aufgeteilt in 10 Malzeiten à 87,5 Gramm Soja-Protein könnte unser
Beispielsportler also ohnehin nur 14 Gramm verwerten. Da tierische Proteine zum
Großteil zu annähernd 100 Prozent verwertet werden können, lässt sich dieses
Defizit rein vegetarischer Ernährung durch das Hinzufügen tierischer Produkte
wie Eier, Milch, Käse etc. ausgleichen. Der Ovo-lacto-Vegetarismus ist eine
solche Ernährungsform, die zwar auf Fleisch aber dennoch nicht auf tierische
Produkte wie Eier und Milch verzichtet.
In einer im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Studie
wurden einer Gruppe übergewichtiger Männer, die ein 12wöchiges Krafttraining
absolvieren mussten, entweder eine Ernährung mit 50 Prozent des Proteins aus
Fleisch, 15 Prozent aus Milch und Eiern und der restlichen Proteinmenge aus
pflanzlichen Quellen befolgen oder eine vegetarische Ernährungsform mit 40
Prozent der Proteine aus Milch und Eiern und den verbleibenden 60 Prozent aus
Pflanzenprotein. Insgesamt war die aufgenommene Proteinmenge bei der ersten
Gruppe zwischen 2 und drei Prozent höher. Im Ergebnisse entwickelte sich die
Kraftsteigerung vergleichbar. Während die Muskelmasse der vegetarischen Gruppe
um 1,2 Prozent abnahm und sich keinerlei Erfolge bei der Fettreduktion ergaben,
konnte die Fleischgruppe einen Anstieg der Magermasse um 2,7 Prozent verbuchen
und ihren Körperfettgehalt um 4,6 Prozent senken. Der Massezuwachs der
Oberschenkelmuskulatur fiel im Vergleich sogar mehr als doppelt so hoch aus.
Inwieweit diese Studie nun aber eine verwertbare Aussage über Vegetarismus bei
Sportlern treffen kann, ist allerdings fraglich. Trainierte Personen verwerten
Proteine wesentlich besser als die untrainierten Personen aus der Studie. Darüber
hinaus darf nicht übersehen werden, dass die biologische Wertigkeit der
Proteine über die Kombination verschiedener Proteinquellen - bestes Beispiel
Kartoffelprotein/Eiprotein - deutlich erhöht werden kann und somit dem Protein
aus Rind oder Huhn in nichts nachstehen muss. Die übliche
ovo-lacto-vegetarische Ernährungsform kann auch Meeresfrüchte und Fisch
enthalten, so dass auch hier gesunde und hochwertige Proteinquellen zur Verfügung
stehen.
Interessant wäre eine Studie, deren Testgruppen zu gleichen Teilen pflanzliche
Proteine erhalten und deren tierische Proteinquellen sich nur darin
unterscheiden, daß die eine Gruppe Fleisch verzehrt und die zweite lediglich
Milchprodukte und Eier. Eine Sporternährung die nur zu 40 Prozent auf tierische
Proteine zugreift ist selbst bei Ovo-Lacto-Vegetariern alles andere als üblich.
Muscle
& Fitness, April 2000, Seite 111
Sportrevue, 4/00, Seite 30
Süssstoffe wie Aspartam, Saccharin und Acesulfam-Kalium finden insbesondere in
vielen diätischen Lebensmitteln, also auch in Sportlernahrung, vielfach
Verwendung, wenn es darum geht, zu süssen, ohne den Kaloriengehalt zu stark zu
erhöhen.
Die meisten Süssstoffe haben keine Kalorien und werden unverdaut ausgeschieden.
Andere, wie beispielsweise Aspartam, sind zwar in Ihrem Kaloriengehalt mit
Zuckern vergleichbar, sind aber aufgrund Ihrer hohen Süsskraft und daher
sparsamen Verwendung eher zu vernachlässigen.
Die Frage, die sich gesundheitsbewussten Sportlern oft stellt, ist, ob diese
auch wirklich sicher sind und vor allem, ob die Leistungsfähigkeit in
irgendeiner Weise beeinträchtigt werden kann.
Von krebsfördernder Nebenwirkung bis hin zum Anlagern von Süssstoffen an den
Gefässwänden hat man schon alles aus dem Lager der Süssstofffeinde vernehmen
können. Tatsache ist aber, dass die meisten dieser panischen Warnmeldungen ins
Reich der Mythen einzuordnen sind und häufig nur auf unzulässigen Auswertungen
epidemiologischer Studien beruhen. Das beste Beispiel ist hier das Verbot von
Saccharin in den späten 80er Jahren, das mittlerweile durch zahlreiche
Versuchsreihen rehabilitiert ist und als unbedenklich eingestuft wurde.
Auch im Zusammenhang mit dem Hormonhaushalt, hört man insbesondere im
Bodybuilding immer wieder, Süssstoffe würden den Fettansatz durch eine hohen
Insulinsekretion fördern. Die oft geäusserte Vermutung ist, dass die hohe Süsskraft
einen dem Zucker adäquaten Insulinausstoss hervorrufen würde. Auch das ist
eine Spekulation, die jeglicher Grundlage der im Körper ablaufenden
biochemischen Prozesse entbehrt. Die Insulinsekretion wird nicht durch die Süsse,
sondern durch den Zucker stimuliert. Vermutete Lerneffekte des Stoffwechsels, ähnlich
des pawlowschen Reflexes, sind in diesem Zusammenhang ebenfalls zu verneinen, da
dieser nur reagieren, aber nicht selbständig agieren kann. Süssstoffe sind
folglich süss, lassen den Insulinspiegel aber unbeeinflusst. Ausnahmen bilden
hier die zuckerverwandten Polyole (Bsp. Sorbitol und Isomalt), die im Vergleich
zu Zucker weniger Kalorien liefern, aber auch eine geringe, zumeist zu vernachlässigende,
Insulinausschüttung hervorrufen.
Ein bedenkenwerter Punkt wäre allerdings die Rolle, die die Psyche hierbei
spielt. Bei einem Konsum von Süssem im Übermass - und hier spielen Süssstoffe
die gleiche Rolle wie Haushaltszucker - kann auf lange Sicht eine Gewöhnung an
den süssen Geschmack eintreten, so dass das Sättigungszentrum durch das
Appetitzentrum überstimmt wird. Die Folge wäre, dass der Hunger, insbesondere
auf Süsses, bleibt, während die Sättigung im Grunde bereits eingetreten ist.
Ein Fettaufbau wird so leicht realisiert.
Abschliessend kann man sagen, dass zumindest die zur Verwendung in
Nahrungsmitteln zugelassenen Süssstoffe ohne Bedenken konsumierbar sind; wenn
auch Masshalten nicht ohne Vorteile ist.
Kohlenhydratblocker vermindern oder verhindern die Aktivität des Enzyms Amylase, einem Verdauungsenzym, das für die Verdauung von Kohlenhydraten zuständig ist. Eine konzentrierte Supplementierung mit Kohlenhydratblockern, wie sie beispielsweise in roten und weissen Bohnen vorhanden sind, könnte eine Verdauung von Kohlenhydraten aus der Nahrung nahezu vollständig verhindern.
Milchsäure ist in der Lage, Ihre intensiven Trainingssätze abrupt zu
stoppen. Im anaeroben Bereich wird Lactat zur Energiegewinnung in Milchsäure
und ein Wasserstoff-Ion aufgespalten. Sobald die lactazide Energiefreisetzung so
stark angestiegen ist, dass der Organismus nicht mehr in der Lage ist, den
entstehenden sauren ph-Wert auszugleichen, sinkt die Leistungsfähigkeit der
Muskulatur uns der oben beschriebene Zustand nähert sich unaufhaltsam.
Milchsäure kann jedoch auch als Energiequelle in der Leber zu Glukose
verarbeitet werden. Neuere Theorien besagen, dass Lactat als Energiestoff
zwischen den verschiedenen Muskeltypen ausgetauscht werden kann. Eine
Manipulation dieses Mechanismus, könnte zu einer Verzögerung der Ermüdung führen.
Möglicherweise kann dies durch die Einnahme eines Kohlenhydratedrinks aus
Lactose vor dem Training erreicht werden.
Bleibt nur noch abzuwarten, ob hierbei Training im aeroben oder anaeroben
Bereich durchgeführt werden muss und ob die Einnahme von Lactose, einem
Kohlenhydrat, dass durch seinen relativ hohen glykämischen Index zu einer
starken Insulinreaktion führt, nicht eher in einer Unterzuckerung und somit
verminderten Leistungsfähigkeit mündet. Von der weit verbreiteten
Laktose-Intoleranz und den mit Ihr verbunden Problemen ganz zu schweigen.
Muscle & Fitness, Februar 2000, Seite 70-71.
Bis zum heutigen Tage werden Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten von Ärzten
und Ernährungswissenschaftlern in der täglichen Praxis eher beiläufig
abgehandelt. Dabei könnten Verdauungsbeschwerden und zahlreiche unspezifische
Gesundheitsstörungen bei vielen Betroffenen problemlos mit einer Unverträglichkeit
gegenüber Kohlenhydraten erklärt werden. Die bekannteste und häufigste
Kohlenhydrat-Malabsorption ist die Laktose-Intoleranz (oder auch
Milchzucker-Unverträglichkeit). 15% der deutschen Bevölkerung leidet
Hochrechnungen zufolge unter diesem ungefährlichen, aber störenden
Enzymdefekt, und nur die wenigsten von ihnen wissen davon. Die meisten der
Betroffenen ahnen nicht einmal, dass es ihnen nach einer geringfügigen
Nahrungsumstellung bedeutend besser gehen könnte.
Menschen mit einer Laktose-Intoleranz reagieren nach dem Genuss
Milchzucker-haltiger Speisen mit unterschiedlichen Symptomen. Durchfallartige Störungen,
Blähungen, Schwindelgefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen, Bauchgeräusche, Blähbauch
und Völlegefühl sind die am häufigsten beklagten Beschwerden. Verursacht
werden sie durch einen harmlosen und in der Weltbevölkerung überaus häufigen
Enzymdefekt, der dazu führt, dass Milchzucker-Moleküle nicht wie vorgesehen im
menschlichen Dünndarm in ihren beiden Bestandteile aufgespalten werden, sondern
unverändert bis in den Dickdarm gelangen, wo sie bakteriell zersetzt werden.
Die dabei entstehenden Stoffwechselprodukte sowie der wasserbindende
(osmotische) Effekt des Milchzuckers verursachen beim Betroffene hartnäckige
Beschwerden, für die auch die meisten Ärzte keine Erklärung haben. Nicht
umsonst wird Milchzucker auch als natürlich wirksames Abführmittel bei
Verstopfung eingesetzt...
Definitionsgemäß spricht man von einer Laktose-Intoleranz, wenn man bereits
nach dem Genuss von einem Glas Milch (0,2 L entsprechend ca. 10g Milchzucker)
auf leeren Magen Symptome verspürt. Der Nachweis dieses Enzymdefektes wird in
der Regel durch eine Eliminationsdiät oder einen H2-Atemtest erbracht. Leider
wird dieses Verfahren in der klinischen Diagnostik durchfallartiger Störungen
viel zu selten oder erst nach teuren und unangenehmen Untersuchungsmethoden
angewendet.
Die Laktose-Intoleranz bleibt ein Leben lang bestehen. In den meisten Fällen
entwickelt sie sich nach der Stillzeit und wird im jungen Erwachsenenalter
erstmalig als Störung wahrgenommen. Bis zur endgültigen Diagnose können dann
aber noch viele Jahre vergehen. Zur Behandlung stehen zwei Wege zur Verfügung,
die optimalerweise ergänzend zueinander gewählt werden sollten: Eliminationsdiät
und medikamentöse Enzymersatztherapie.
Bei der Eliminationsdiät müssen neben Milch und Milchprodukten insbesondere
Fertigprodukte mit hohem Laktose-Gehalt gemieden werden. Hierzu zählen z. B. Klöße,
Fertigsoßen, Speiseeis, Rahmgerichte, Milchbrötchen oder auch Nahrungsergänzungsmittel
zum Aufbau von Muskelmasse. Generell ist von allen Produkten abzuraten, die eine
der folgenden Zutaten aufweisen: Milchpulver, Molkenpulver, Molkenerzeugnis,
Sahnepulver, Milchzucker bzw. Laktose, Vollmilchpulver, Magermilchpulver. Auch
hinter der Bezeichnung »Zuckerstoffe« verbirgt sich meist ein - wenn auch
geringer - Laktoseanteil. Da eine vollständige Elimination von Milchzucker
weder sinnvoll noch praktikabel ist, bietet sich als zusätzliche Maßnahme die
Verwendung von Enzympräparaten an. Sie werden als Pillen vor dem Essen oder als
Pulver auf bzw. in Speisen eingebracht und schwächen die Symptome meist
deutlich ab.
Das wirksamste Mittel gegen die Beschwerden, die unverdauter Milchzucker im Körper
auslöst, ist die Aufklärung der Betroffenen. Leider hat sich die moderne
Medizin in diesem Bereich bis heute nicht »mit Ruhm bekleckert«. Zumindest in
Deutschland wird die Laktose-Intoleranz viel zu selten (wenn überhaupt) und
viel zu spät diagnostiziert. Und auch wer eine Ernährungsberatung in Anspruch
nimmt, muss nicht unbedingt mit der Klärung all seiner Fragen rechnen. Die USA
ist Deutschland in dieser Sache einen großen Schritt voraus: So ziemlich jeder
US-Amerikaner weiß, was eine Laktose-Intoleranz ist und welche Nahrungsmittel
in welchen Mengen von den Betroffenen konsumiert werden können. Auch die
Lebensmittelindustrie hat sich mit zahlreichen Produkten wie z.B. laktosefreier
Milch darauf eingestellt. Den Betroffenen bleibt nur zu wünschen, dass der
Milchzucker-Unverträglichkeit in der Diagnostik und der Behandlung unklarer
Gesundheitsbeschwerden zukünftig mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als bisher.
Probiotika
- Einsatz im Bodybuilding
Die Unterstützung des Gleichgewichts der Darmflora kann Krebserkrankungen im
Darmbereich vorbeugen und hilft bei der Senkung des Cholesterinspiegels. Eine
regelmässige Zufuhr probiotischer Bakterien, wie sie in vielen Joghurts (zBsp
Bifidus) aber auch in immer mehr Nahrungsergänzungen enthalten sind, kann
helfen Ihr Muskelwachstum zu optimieren. Probiotika verbessern die Bioverfügbarkeit
von Nährstoffen. Somit werden Nahrungsproteine zum Aufbau von
Skellettmuskulatur verfügbarer und Fette vollständiger verwertet.
Muscle & Fitness, Dezember 1999, Nr. 12, Seite 46 ff.
Erhöhung
des Testosteronspiegels
mittels Ernährung
In verschiedenen Untersuchungen stellte man fest, dass eine fettreiche Ernährung
in der Lage ist, besonders den Wert an freiem Testosteron im Vergleich zur eher
kohlenhydratreichen Ernährung zu erhöhen und den Estrogenspiegel im Vergleich
zu senken. Bei Vergleichen der Bluttestosteronwerte von Personen, die sich
kohlenhydratreich ernährten, zu den Werten von Personen, die sich proteinreich
ernährten, lagen die höheren Werte bei der ersten Gruppe. Bei der
proteinreichen Ernährung kam es bei allen Versuchsteilnehmern zu einer Abnahme
des Testosteronspiegels, obgleich Proteine für den Muskelaufbau unersetzlich
sind und nicht auf sie verzichtet werden kann. Eine Ernährung mit unter 20–25
Prozent an Fetten wirkt sich negativ auf den Hormonhaushalt aus. Auch eine
radikale Ernährungsumstellung um über 15 Kalorienprozent wirkt sich negativ
auf den Muskelaufbau aus.
Flex, Oktober 1999, Seite 62ff
.
.
Protein - das Rezept der Sieger
Protein ist lebenswichtig. Protein bedeutet Kraft, Energie, Begeisterung, Jugend und Erfolg. Sie und Ihr Immunsystem, Ihre Muskeln und Organe, Ihre Haut und Ihre Glücksbotenstoffe bestehen aus 24 kleinen Eiweissbausteinen, den Aminosäuren. Zehn davon sind essentiell, das heisst so lebenswichtig wie Vitamine - und weil sie der Körper nicht selbst herstellen kann, müssen sie täglich in allen Mahlzeiten stecken, auch schon morgens. Morgens zwischen 6 und 9 Uhr ist Ihr Stoffwechsel am aktivsten. Stoffwechsel heisst umsetzen von Nährstoffen in Körpersubstanz und Energie. Protein ist der Schlüssel zum Erfolg. Ihr Gehirn ist das Organ, das am empfindlichsten auf Ernährungsfehler reagiert, besonders auf einen Mangel an Aminosäuren.
Zehn essentielle Aminosäuren bestimmen Ihr Leben, ihre Jugendlichkeit, sowohl körperlich als auch geistig. Sie bestimmen über Wachheit, Müdigkeit und Stimmungslage. Die Konzentration dieser Aminosäuren im Blut schwankt im Laufe des Tages stark, je nachdem was Sie essen. Sie bestimmen Ihre Stimmung von beschwingt bis schöpferisch, von entschlossen bis konzentriert, von entspannt bis schläfrig oder gar depressiv.
Nur wenn im Protein-Pool, in Ihrem Blut, ausreichend Nachschub steckt, können Sie die Leistung bringen, die der Lebensmarathon Ihnen abverlangt. Deswegen sollten Sie schon morgens eine Portion Eiweiss tanken. Danach gönnen Sie Ihrem Körper alle 4 Stunden etwas Protein.
Warum Protein oft Mangelware ist
Fakt ist: 80% der Schweizer essen zwar genug Protein, dennoch leidet ihr Körper unter Proteinmangel, weil sie es so schlecht verdauen. Das ist im Blut messbar. Bei einem Proteingehalt von 8g pro Deziliter Blut fühlen Sie sich wohl, sind aktiv und leistungsfähig - Sie sind ein Siegertyp. Denn Protein sorgt für Kreativität und Höchststung. Mit viel Protein im Blut ist der Mensch wacher, alle Organe funktionieren optimal, Sie können sich besser konzentrieren und fühlen sich glücklicher. Den Verlierertyp, der müde, schlapp und ohne Energie ist, erkennt der Arzt an einem Proteingehalt von 6-7g Protein pro Deziliter Blut.
Alle 4 Stunden ein Häppchen
Starten Sie mit einem proteinreichen Frühstück in den Tag: Sojaprodukte, Eier, Magerquark, Tofu oder Obst mit einem Proteinshake (bsp. Whey Protein 104). Dies macht Sie auf Dauer auch gleich schlank. Protein ist auch ein Fatburner. Um Protein in Muskeln oder Hormonen anzulegen, verbraucht der Körper Energie und bedient sich dafür aus den Fettdepots. Auch nachmittags sorgt ein Proteinshake kombiniert mit etwas Obst für mehr Glück, Geisteskraft und Leistung als ein Schokoriegel. Und abends sorgt ein Protein-Drink mit Kohlenhydraten für Entspannung.
Produkt-Tip: Whey Protein 104, Protein 85 erhältlich auf http://www.qsf.ch/shop
"Gesund und schön" 1/2004, Seite 11ff
.
Was ist Protein?
Protein ist als Baustoff unserer Muskulatur, im Bodybuilding aber auch in anderen Sportarten, zum Muskelaufbau und Erhalt der Muskelmasse unabdingbar. 80% der Trockenmasse unserer Muskulatur besteht aus Protein resp. aus den im Protein enthaltenen Aminosäuren.
Warum ein Proteinkonzentrat?
Bei einer ungenügenden Versorgung mit Protein baut der Körper Muskelprotein ab um die Proteinversorgung für andere Organe sicherzustellen. Dies ist insbesondere nach hartem Training der Fall, da durch das Training entstandene Muskelzellschäden repariert werden müssen und neue Muskulatur aufgebaut werden sollte.
Wie unterscheiden sich die zahlreichen erhältlichen Proteinkonzentrate?
Die zahlreichen erhältlichen Proteinarten und Darreichungsformen unterscheiden sich vor allem durch die Geschwindigkeit, mit der das Protein der Muskulatur zur Verfügung steht und verarbeitet wird. Die Aufnahmegeschwindigkeit spielt dann auch eine entscheidende Rolle in der Auswahl des Proteins.
Wann nehme ich das Protein ein?
Am besten aufgeteilt in ca. 6 Mahlzeiten alle 2-3 Stunden.
Nach dem Training und Morgens nach dem Aufstehen
Nach dem Training sollte die Muskulatur möglichst schnell mit Protein versorgt werden, da zu diesem Zeitpunkt alle Verarbeitungsprozesse auf Hochtouren laufen und das aufgenommene Protein besonders gut verwertet wird.
Zwischendurch:
Um die Versorgung der Muskulatur mit Protein sicherzustellen sollte der Körper gleichmässig mit Protein versorgt werden.
Vor dem Schlafengehen
Vor dem Schlafengehen wiederum benötigen wir ein Protein, welches langsam aufgenommen und verarbeitet wird und der Muskulatur über einen langen Zeitraum zur Verfügung steht und den Verdauungsapparat möglichst nicht belastet.
Während Ausdauertraining und bei kohlenhydratreduzierten Diätformen:
Eine Besonderheit stellen die sogenannten BCAA's dar. Dies sind verzweigtkettige Aminosäuren (Leucin, Isoleucin, Valin) welche als einzige Aminosäuren direkt im Muskel und nicht erst in der Leber verwertet werden. Somit können BCAA's direkt zur Energiegewinnung herangezogen werden, was vor allem im Ausdauersport und bei Low-Carb Diäten eine entscheidende Rolle spielt. BCAA's werden auch im Bodybuilding bei kohlenhydratarmen Diäten eingesetzt, um den Abbau von Muskelmasse bei geringer Kalorienzufuhr zu verhindern.
Wieviel Protein brauche ich?
Als Faustregel gilt im Bodybuilding und Kraftsport eine Zufuhr von bis zu 2.2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Diese Menge sollte (ausser bei der Einnahme von Steroiden) genügen. Bei einem Körpergewicht von 80kg sind dies beispielsweise 176 Gramm Protein pro Tag. Diese Menge beinhaltet natürlich nicht nur das aus zusätzlichen Proteinkonzentraten aufgenommene Protein, sondern auch die durch normale Ernährung zugeführte Proteinmenge. Eine Portion Protein beträgt im Durchschnitt 30-35 Gramm Proteinkonzentrat, was etwa einer Menge von 25g bis 30g reinem Protein entspricht.
Welches Proteinkonzentrat ist das Richtige für mich?
Die Wahl des richtigen Proteinkonzentrates richtet sich vor allem nach dem Einsatzzeitpunkt und daher danach, wie schnell ein Protein aufgenommen wird. Nachfolgend die verschiedenen Proteinarten, geordnet nach der Aufnahmegeschwindigkeit (schnell zu langsam):
1. Freie flüssige Aminsäuren (Anabolan, Aminobolin), einzelne Aminsäuren (L-Glutamin)
2. Flüssige Aminosäuren (Amino Liquid)
3. Whey Protein (Whey 104)
4. Aminosäuren Tabletten (Amino 5100, BCAA)
5. Egg Protein (100% Egg Protein)
6. Mehrkomponentenprotein (Protein 85)
Flüssige Aminosäuren (QSF-Produkte: Aminoliquid, Anabolan, BCAA-Aminobolin)
Flüssige Aminosäuren können vom Körper am schnellsten aufgenommen werden. Haupteinnahmezeitpunkt für flüssige Aminosäuren ist immer dann, wenn der Körper sofort Protein benötigt. Dies ist insbesondere nach dem Training der Fall, aber auch am Morgen direkt nach dem Aufstehen. Freie flüssige Aminosäuren wie bspw. in Anabolan vorhanden, werden von der Muskulatur innerhalb von nur wenigen Minuten aufgenommen und stehen der Muskulatur damit sofort zur Verfügung. Flüssige Aminosäuren sind auch bei Laktose-Intoleranz geeignet, da diese keinen Milchzucker enthalten.
Info: Kann Pur oder mit Wasser verdünnt eingenommen werden, bitterer Geschmack.
Whey Protein (QSF-Produkt: PowerMan Whey 104)
Der Klassiker und die Nr. 1 im Bodybuilding. Whey(Molken-) Proteinkonzentrat aus hochwertigem Lactalbumin. Die Einnahme erfolgt direkt nach dem Training und am Morgen nach dem Aufstehen, am besten gelöst in Wasser oder Magermilch da der Fettgehalt in normaler Milch die Aufnahmegeschwindigkeit reduzieren würde.
Info: Guter Geschmack und Löslichkeit, nach Zubereitung etwas stehenlassen. Um die Aufnahme nicht zu verlangsamen sollte Whey-Protein in Wasser gelöst werden.
Mehrkomponentenprotein (QSF-Produkt: PowerMan Protein 85)
Drei-Komponenten Protein aus Whey-(Molke), Egg- und Milchprotein. Für eine gleichmässige, langdauernde Versorgung der Muskulatur mit Protein. Bevorzugt einzusetzen für zwischendurch (Znüni/Zvieri) und vor dem Schlafengehen.
Info: Hervorragender Geschmack und gute Löslichkeit. Kann in Wasser oder Milch gelöst werden.
Ei-Protein (QSF-Produkt: Egg Protein Plus)
Protein aus Eialbumin, cholesterin- und purinfrei. Qualitativ hochwertiges, sehr gut hautverträgliches Protein mit einem hohen Cystingehalt von mehr als 2200mg. Schwemmt die Unterhaut nicht auf, daher in Wettkampfphasen oder allgemein für eine gut definierte Muskulatur. Auch bei Laktose-Intoleranz geeignet, enthält keinen Milchzucker.
Info: Für ein Egg Protein sehr guter Geschmack und Löslichkeit, nach Zubereitung etwas stehenlassen damit sich der Schaum legt.
Aminosäuren Tabletten (Amino 5100, BCAA)
Aminosäuren Tabletten sind bereits "vorverdaute" Proteinbestandteile. Dadurch müssen diese nicht erst vom Körper in die einzelnen Aminosäuren aufgespalten werden und stehen dem Körper sofort zur Verfügung. Da die Tabletten jedoch gepresst sind und zuerst gelöst werden müssen dauert dies bis zu 3-4 Stunden. Amino 5100 eignet sich zur Versorgung für zwischendurch, wenn kein Shake eingenommen werden kann oder vor dem Schlafengehen, da Amino 5100 sehr leicht verdaut werden kann und den Verdauungsapparat während der Nacht nicht belastet. Auch bei Laktose-Intoleranz geeignet, enthält keinen Milchzucker. BCAA's vor/nach Ausdauerleistungen und im Bodybuilding während kohlenhydratarmen Diäten einnehmen.
L-Glutamin (100% L-Glutamin)
Durch die grosse Menge an L-Glutamin (über 60%) im Muskel kommt dieser Aminosäure eine besondere Bedeutung zu. Die semi essentielle Aminosäure L-Glutamin erhöht das Muskelzellvolumen. Bei harten Trainingseinheiten werden bis zu 20 Gramm dieser Aminosäure "verbraucht". Dies ist mehr als der Körper selbst synthetisieren (herstellen) kann.
Eine Supplementierung macht insbesondere bei hartem Krafttraining und langen Ausdauereinheiten Sinn. Auch zum Absetzen einer Creatin Kur wird L-Glutamin verwendet, um das Muskelzellvolumen zu erhalten. Durch die Zufuhr von L-Glutamin direkt nach dem Training und vor dem Schlafengehen wird die Regenerationszeit deutlich verkürzt und es kann häufiger und intensiver trainiert werden. Ein Muskelaufbau und die Adaption an eine Trainingsleistung kann erst erfolgen, wenn die Glutaminspeicher wieder aufgefüllt sind. Wie Creatin gehört L-Glutamin zu den unbestritten effektivsten, natürlichen Nahrungsergänzungen.
Qualität
Alle von uns angebotenen Proteine enthalten ausschliesslich hochwertige Grundstoffe. Ein einfaches Mittel zur Qualitätsbestimmung ist der Anteil der Aminosäure Cystin(e). Gute Proteinkonzentrate enthalten einen Anteil von mindestens 1.5 Gramm Cystin/100g. Ein hoher L-Glutaminsäure Wert (über 20g/100g) lässt auf einen hohen Anteil an Milchprotein (Casein) schliessen. Keines unserer Proteine enthält mehr als 18 Gramm L-Glutaminsäure/100g. Besonders wichtig ist der Anteil an essentiellen Aminosäuren. Essentielle Aminosäuren können vom Körper nicht aus anderen Stoffen selbst hergestellt werden und müssen deshalb in genügender Menge durch die Nahrung aufgenommen werden. Der sogenannte BV (Biological Value oder biologische Wertigkeit) gibt an, wieviel Protein aus 100g des Referenzproteins aufgebaut werden kann. Massgebend für einen hohen BV ist ein komplett vorhandenes Aminosäurenmuster. Als Referenz wurde hier das Ei genommen mit einem BV von 100. Durch die Kombination von verschiedenen Proteinarten können sehr hohe BV's erreicht werden (Beispiel Kartoffeln mit Ei, ca. BV 138). Wie auch der Proteingehalt in % sollte auch der BV nicht überbewertet werden. Wichtiger ist ein hochwertiger Grundstoff (bsp. Egg Protein, Lactalbumin).
© Autor: Andreas Gerteis, Quality Sportfood Zürich
Referenzen:
1. Recommended Dietary Allowances, 10th Edition. Washington, D.C.: National Academy Press, 1989.
2. Consolazio GF, et al. Protein metabolism during intensive physical training in the young adult. Am J Clin Nutr 1975; 28:29-35
3. Dragan GI, Vasiliu A, Georgescu E. Effects of increased supply of protein on elite weightlifters. In: Galesloot TE, Tinbergen BJ, eds. Milk Proteins. Pudoc, Wageningen, The Netherlands 1985:99-103
4. Arnal MA, Mosoni L, Boirie Y, Houlier ML, Morin L, Verdier E, Ritz P, Antoine JM, Prugnaud J, Beaufrere B, Mirand PP. Protein pulse feeding improves protein retention in elderly women. American Journal of Clinical Nutrition. 1999 Jun;69(6):1202-8.
© Quality Sportfood