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Doping
Informationen über Doping, die im Sport unerlaubte Verwendung von leistungssteigernden Mitteln.
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Was
ist Doping?
"Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch körperfremder Substanzen
in jeder Form und physiologischer Substanzen in abnormaler Form oder auf
abnormalem Weg an gesunde Personen mit dem einzigen Ziel der künstlichen und
unfairen Steigerung der Leistung für den Wettkampf." (Europarat 1963).
Diese Definition gibt einen ersten Aufschluss über die Abgrenzung zwischen
Dopingmitteln und Nahrungsergänzungen und anderen Additiven, zeigt aber auch
bereits hier deutliche Schwachstellen. Man muss sich gerade im Bereich des
Breitensports, der trotz fehlender Wettkampfambitionen in großem Masse mit
Medikamentenmissbrauch im Definitionsbereich des Doping zu tun hat, fragen, wo
Doping beginnt und wo seine Grenzen sind.
Beginnt Doping bereits bei der Einnahme von Substanzen in nicht natürlicher
Form wie Aminosäure- oder Proteinkonzentraten, bei naturuntypischen Mengen wie
bei Creatin oder Glutamin oder erst bei der Einnahme von chemischen Substanzen
wie Clenbuterol oder Steroiden.
Mit normaler Ernährung ist es nicht möglich, seinen Bedarf an vielen Mikro-
und Makronährstoffen zu decken. Viele Lebensmittel verlieren durch die
teilweise langen Liefer- und Lagerzeiten und letzlich auch durch die Zubereitung
viele Ihrer ursprünglich enthaltenen Vitamine und Mineralien. Gerade ein
Sportler, der über den Schweiß und seinen erhöhten Verbrauch einen deutlich
erhöhten Bedarf hat, ist nicht in der Lage, seine Defizite über die Nahrung
auszugleichen. Muskel- und damit Leistungszuwächse sind neben der Notwendigkeit
einer Deckung des Vitamin-, Mineralstoff und Spurenelementehaushaltes nur möglich,
wenn der Körper ausreichend Proteine und Energie zur Verfügung hat, um sich
den Anforderungen anzupassen. Auch hier stößt die normale Ernährung auf Ihre
Grenzen. Die Nahrungsergänzung mit Konzentraten ist folglich in der Sporternährung
unabdingbar.
Creatin und Glutamin und viele andere Ergänzungen werden in der Regel
wesentlich höher dosiert, als sie in der Natur vorkommen, um die sportliche
Leistung zu optimieren. Macht es das bereits zu Doping? Vitamin C wird ebenfalls
wesentlich höher dosiert als das durch Orangen, Broccoli oder andere
Vitamin-C-haltige Nahrungsmittel möglich wäre, um das Immunsystem zu stützen
und die Cortisolausschüttung zu vermindern. Creatin und Glutamin sind wie auch
Vitamin C im Körper unverzichtbare Substanzen. Ein Ausgleich von Defiziten ist
lebenswichtig und gerade bei Sportlern ist eine Zufuhr über die reine
Bedarfsdeckung hinaus wirksam und auch notwendig.
Steroide und Medikamente wie Clenbuterol oder Ephedrin sind in der Regel körperfremd
und haben daher keinen essentiellen Charakter. Sie wirken meist durch
Manipulation des Hormonhaushaltes und erhöhen so die Leistungsfähigkeit. Auch
viele körpereigene Substanzen, wie die bereits erwähnten Stoffe Glutamin und
Vitamin C wirken unter anderem auf die Ausschüttung einiger Hormone und sind
dadurch ebenfalls in der Lage, die Leistung zu erhöhen. Natürlich ist der
Wirkungsgrad und der Grad der Nebenwirkungen nicht vergleichbar. Doch man
erkennt, dass es grundsätzlich um das gleiche geht. Spricht man bei dem einen
vom Doping, so muss auch das andere Doping sein.
Die geforderte künstliche und unfaire Leistungssteigerung und somit die Qualität
eines Dopingmittels ist meiner Ansicht nach nur bei der dritten Gruppe der körperfremden
Substanzen gegeben, da insbesondere hier auf den Schutz des Sportlers abgestellt
werden sollte.
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Sinn
und Unsinn von Dopingkontrollen
Dopingkontrollen werden in der Regel in Wettkampfnähe durchgeführt, um im
Anschluss an die in den Folgetagen bekannt werdenden Ergebnisse, zum Ausschluss
von den Wettkämpfen zu führen.
Tragisch ist allerdings, dass die meisten Dopingmittel in Ihrer spezifischen
Halbwertzeit, so präzise kalkuliert werden können, dass sie zum Zeitpunkt des
Wettkampfes nicht mehr nachweisbar sind. Die Sportler, denen Doping nachgewiesen
wurden, haben sich mit ihrer Einnahme meist etwas zu nah an den Wettkampftermin
herangewagt, was wiederum für den hohen gesellschaftlichen Leistungsdruck
spricht, der auf dem einzelnen Sportler lastet. Eine nicht finanzierbare, immerwährende
Kontrolle, gerade während der Vorbereitungszeit, wäre die einzige Möglichkeit,
dem Medikamentenmissbrauch Einhalt zu gebieten.
Problematisch ist allerdings, dass mit Dopingkontrollen lediglich die Symptome
eines krankenden Systems bekämpft werden. Das Problem selbst ist noch tiefer
verwurzelt und vielschichtiger als dass man es durch Kontrollen lösen könnte.
Die Gründe für die Einnahme von Dopingmitteln liegen nicht in der Existenz
solcher Mittel, sondern sind einzig und allein im wachsenden Druck unserer
Leistungsgesellschaft zu suchen. Wer will heute noch im Fernsehen die gleiche
Leistung der Radrennen von vor 30 Jahren sehen. Die Sprinter von heute werden im
Anschluss an die einzelnen Etappen unter ein Sauerstoffzelt gelegt und über
Infusionen ernährt. Die Muscle & Fitness schwärmt in einem utopischen
Artikel Ihrer Februarausgabe von den Möglichkeiten der Gentechnik, wie sie im
21. Jahrhundert den sportlichen Erfolg beeinflussen könnte. Wie weit soll es
denn noch gehen. Dopinglisten und Kontrollen schützen den Sportler nicht. Aufklärung
und grundlegende gesellschaftliche Veränderungen müssen einsetzen. Solange
unsere Gesellschaft nur die Sieger feiert und sie verpönend fallen lasst und
kritisiert, sobald Ihre Leistung nachlässt, wird man dem Dopingproblem nicht
entgegnen können. Vielleicht kehren wir dann irgendwann wieder zu den Zeiten
zurück, in denen man Vorbilder bewundern konnte, ohne Sie übertreffen zu müssen.
Dann wird auch kein Sportler mehr gezwungen sein, seinen Körper zu zerstören,
nur um einige Jahre zu den besseren zu gehören.
Nutzen
und Gefahren
Zweck von Doping-Regeln ist natürlich auch den Sportler zu schützen. Neben den
offensichtlichen Vorteilen, seine Leistung auf mannigfache Arten zu verbessern,
sollte jedem Sportler klar sein, dass jeder Eingriff in die natürlichen Vorgänge
im menschlichen Körper andere in gleichem Masse wichtige Vorgänge gestört
werden und dadurch zu ungewollten Wirkungen führen kann.
Während im Leistungssport Dopingmittel durch Fachärzte unter Kontrolle
verabreicht werden, besteht im Amateur- und Breitensportbereich kaum eine Möglichkeit
seinen Wunsch nach mehr Leistung durch einen Mediziner überwachen zu lassen. In
der Praxis werden leistungsförderliche Medikamente über im Vergleich zu den
offiziellen Vertriebswegen zwielichtige Quellen aus dem Ausland und Ihre
illegalen Mittelsmänner im eigenen Sportcenter zu horrenden Preisen vertrieben.
Niemand kann garantieren, ob das erworbene Mittel auch tatsächlich, die
versprochenen Inhaltsstoffe hat. Der Reinheitsgrad entspricht oft noch nicht
einmal dem Standart für Tiermedizin.
In den meisten Fällen verbreiten sich Einnahmechemata mündlich und werden dann
nach Gutdünken befolgt. Nur allzu oft spielen sich Dosierungen im zigfachen des
üblichen ab und erhöhen so die Nebenwirkungen beträchtlich ohne den
Irrglauben zu bestätigen, höhere Dosierungen bedeuteten auch schnellere und
bessere Erfolge.
Von Haarausfall bis hin zu schweren irreversiblen Schädigungen der inneren
Organe reicht die Palette der Nebenwirkungen. Oft begegnet man der Ansicht, man
könne die Nebenwirkungen kompensieren, wenn man nur ausreichend Östrogenblocker,
Analgetika und andere ebenfalls mit einer Reihe von Nebenwirkungen ausgestattete
Medikamente einnimmt. Man tauscht so Nebenwirkungen miteinander aus und erhöht
die Gesamtbelastung des Organismus. Vorsicht ist besonders deshalb geboten, weil
viele Krankenkassen verständlicherweise die aus Medikamentenmissbrauch
entstandenen pathologischen Erscheinungen nicht begleichen. Die besonders im
Kraftsport beliebten Operationen an den Brustdrüsen werden fast ausschliesslich
vom Sportler selbst bezahlt.
Wer die Absicht hat, Dopingmittel einzunehmen, sollte sich in jedem Fall mit
einem Sportarzt beraten und sich regelmäßig kontrollieren lassen. Gute
Literatur ist mittlerweile von vielen Sportverlagen zu beziehen.
Jeder möchte seinen Sport sein Leben lang machen. Schade nur, wenn es kein
Leben mehr nach dem Sport gibt.
Ärzte
warnen Männer vor Hormon-Einnahme
Wenn Männer in die Jahre kommen, sollten sie keinesfalls unkontrolliert zu
Testosteron-Ersatzpräparaten greifen, warnen Experten.
Testosteron könne in den „männlichen Wechseljahren“ zwar typische
Altersbeschwerden lindern, es solle aber nur verabreicht werden, wenn der
Testosteronspiegel nachweislich zu niedrig sei und eindeutige Symptome vorlägen,
betonten mehrere Urologen am Samstag beim ersten Frankfurter Männergesundheitstag.
Andernfalls könnten starke Nebenwirkungen auftreten.
Bei einer Frau fällt zwischen dem 45. und dem 55. Lebensjahr der Spiegel der
weiblichen Geschlechtshormone, der Östrogene, rapide ab. Bei Männern verläuft
der Abbau von Testosteron langsamer, aber er dauert länger. Ab dem 40.
Lebensjahr produziere der Körper jährlich etwa ein Prozent weniger
Testosteron, sagte der Urologe Marcus Kurzidem. Folgen könnten Beschwerden wie
Schlafstörungen, Potenzprobleme oder Stimmungsschwankungen sein, aber auch
verminderter Haarwuchs, Gewichtszunahme oder Muskel- und Knochenabbau.
Testosteron-Mangel könne medikamentös behandelt werden, sagte der Urologe.
Aber nur, wenn der Patient schwerwiegende Probleme habe. Eine
Hormonersatztherapie könne gravierende Nebenwirkungen haben bis hin zum
Prostatakrebs. Möglich seien auch Leberfunktionsstörungen oder ein abnormes
Wachstum der männlichen Brust. „Hormone sind keine Wunderdroge, sondern ein
Medikament“, sagte der Referent bei einer Podiumsdiskussion zum Thema männliche
Wechseljahre.
Die Fachleute warnten vor Produkten, die in Deutschland nicht zugelassen sind,
aber zum Teil über das Internet bezogen werden können wie das
Testosteron-Vorprodukt DHEA (Dehydroepiandrosteron). Es sei in der Forschung höchst
umstritten. Alle zugelassenen Präparate - Tabletten, Spritzen und Hodenpflaster
- seien sehr teuer und wirkten nicht gleichmässig genug. Man rät den Männern
zu anderen Mitteln: „Eine ausgeglichene Lebensführung, eine gesunde Ernährung
und Sport in Massen sind mit Hormonen nicht zu ersetzen.“
Quelle: dpa
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