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Diät
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Jeder
Mensch benötigt eine bestimmte Menge Makronährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate
und Fette) und Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien und Spurenelemente).Leider
kann man aufgrund der genetischen Unterschiede keine verbindlichen allgemein gültigen
Aussagen über die genau benötigten Mengen dieser Nährstoffe treffen.
Zutreffend ist lediglich, dass ein Mindestmass notwendig ist und dass das
Optimum nicht unbedingt auch dem Minimum entsprechen muss.
Bestimmung
des Kalorien- und Makronährstoffbedarfs
Der Kalorienbedarf errechnet sich aus Grundumsatz (Energieverbrauch unter
strikten Ruhebedingungen) und Leistungsumsatz
(Energieverbrauch körperlicher und geistiger Arbeit). Eine exakte
individuelle Bestimmung ist nur unter Laborbedingungen möglich und selbst dann
nur eine Schätzung, da der Gesamtbedarf von jeder Körperbewegung, ja selbst
von der Veränderung der Aussentemperatur, beeinflusst wird. Es muss also auf
verlässliche Schätzungen zurückgegriffen werden, die allerdings nicht überbewertet
werden sollten.
Recht
einfach lässt sich der Grundumsatz errechnen, indem man bei Frauen das Körpergewicht
mit sieben multipliziert und 700 hinzuaddiert. Beim Mann multipliziert man das Körpergewicht
mit 10 und addiert 900 hinzu.
Der
Leistungsumsatz wirkt sich durch einen weiteren Multiplitationsfaktor auf den
Gesamtbedarf aus. Bei ausschließlich sitzender Tätigkeit mit wenig oder keiner
anstrengenden Freizeitaktivität multipliziet man den errechneten Grundumsatz
mit 1,4, mit 1,6 bei sitzender Tätigkeit mit zeitweiligen gehenden und
stehenden Tätigkeiten und mit 1,8 bei überwiegend gehender und stehender
Arbeit. Für sportliche Betätigung oder anstrengende Freizeitaktivitäten ( 30
bis 60 Minuten, 4-5 mal / Woche) kann der Faktor um 0,3 erhöht werden.
Rechnerisch
hätte ein Kraftsportler mit entsprechender Muskelmasse folglich den gleichen
Energiebedarf wie ein kleinerer aber übergewichtiger Mann. Wie kann das
stimmen? Selbst Körperfett hat einen gewissen Energiebedarf, der allerdings nur
einen Bruchteil des Bedarfs von Muskelmasse ausmacht. Daher wandele ich persönlich
die Formel etwas ab, indem ich die Magermasse (Körpermasse - Fettmasse) als
variable Größe der Gleichung einsetze.
Beispiel
Der
Energiebedarf eines 90 Kilogramm schweren Kraftsportlers mit einem Körperfettgehalt
von 15 % , der als
Fliessbandarbeiter
beschäftigt ist, würde sich wie folgt errechnen lassen:
(90
kg - 15 % x 10 + 900) x (1,6 + 0,3) = 3163,50 Kcal
Laut
Empfehlungen der sollten Erwachsene nicht mehr als 30 Prozent der Energie als
Fett aufnehmen. Mindestens 50 % der Tageskalorienmenge sollte aus Kohlenhydraten
stammen und 15 bis 20 % aus Proteinen. Da die Proteinzufuhr - zumindest im
Kraftsport - ein erfolgsentscheidender Faktor ist, muss die Bedarfsdeckung hier
als Fixgröße herhalten. Die gängige Empfehlung lautet auf 1,6 g Eiweiss pro
Kilogramm Körpergewicht täglich. Da jedoch auch hier von Personen mit gutem bis
sehr gutem Körperfettgehalt ausgegangen wurde, ist es ratsam, wiederum die
Magermasse als Ausgangswert zu nehmen. Daher wird in unserem Beispiel der Faktor
zwei und die Magermasse zur Berechnung verwendet.
Beispiel
Der
Proteinbedarf eines 90 Kilogramm schweren Kraftsportlers mit einem Körperfettgehalt
von 15 % würde sich wie folgt errechnen lassen:
90
kg - 15 % x 2 = 153 g Eiweiss pro Tag
Je
größer die Magermasse eines Athleten, desto höher ist der prozentuale Anteil,
den die Proteinzufuhr am Energiebedarf trät und desto mehr müssen die
verbleibenden Nährstoffe reduziert werden. Bei Athleten, die zusätzlich
intensiv Ausdauersport betreiben, empfiehlt es sich die Fettzufuhr entsprechend
anzupassen, da Kohlenhydrate hier einen leistungsimitierenden Faktor darstellen.
Beispiel
Unser
Athlet benötigt 153 g Eiweiss täglich. Bei 4,1 Kcal pro Gramm Eiweiss
entspricht dies einem Brennwert von 627,3 Kcal, also nahezu 20 Prozent des
Tagesenergiebedarfes. 1581,75 Kcal dürfen aus Kohlenhydraten bestehen. Bei 4,1
Kcal pro Gramm entspricht das 385,79 g. Es verbleiben 949,05 Kcal für die
Zufuhr von Fetten. Bei 9,3 Kcal pro Gramm entspricht das einer Menge von 102,05
g.
Als
Sportler sollte man zwei Liter Wasser täglich zu sich nehmen. Der Mehrbedarf
resultiert aus der Transpiration während des Sports und aus der Notwendigkeit
durch den höheren Proteinverzehr. Während des Trainings sollte so viel Flüssigkeit
in Litern zu sich genommen werden, wie man in Kilogramm durch das Training
verliert.
Schaut
man sich die Beispielwerte an, wird sich manch einer sagen, dass er das locker
verdrücken kann, während manch anderer große Augen bekommt und geneigt ist,
kopfschüttelnd unsere Homepage zu verlassen. Bevor das passiert, bringen wir
einen zweiten mitentscheidenden Faktor ein.
Bestimmung
des Stoffwechseltypus
1.
Der schlechte Nährstoffverwerter
Ein
schlechter Nährstoffverwerter besitzt nicht das genetische Potential größere
Mengen Nahrung vollständig zu verdauen. Ein Teil der wird bei ihm einfach
ungenutzt wieder ausgeschieden. So hat es den Anschein, dass manche Menschen
tatsächlich essen könnten was sie wollen, ohne zuzunehmen. In Wahrheit nehmen
sie allerdings nur einen Teil der zugeführten tatsächlich auf. Dieser Typus
Mensch zeichnet sich durch einen schlanken Körper mit geringem Körperfettgehalt,
aber oft auch einem unterentwickelten Muskelkleid aus. Ein Muskelaufbau ist
meist nur sehr schwer zu realisieren.
Empfehlenswert
ist es daher für einen an Muskelaufbau interessierten schlechten Nährstoffverwerter,
von den üblichen drei Malzeiten pro Tag abzuweichen und die gleiche Nährstoffmenge
auf sechs oder mehr Malzeiten gleichmäßig zu verteilen. So verhindert man eine
Überforderung des Verdauungsapparates, da der im Magen-Darm-Trakt zu verdauende
Speisebrei deutlich geringeren Ausmaßes ist und kann so sicherstellen, dass die
notwendigen Nahrungsproteine für den Muskelaufbau auch in die Blutbahn
gelangen. Gegebenenfalls ist eine Erhöhung der Eiweisszufuhr auf über zwei
Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sinnvoll. Ein protokollierter Selbsttest über
drei oder vier Wochen zeigt schnell, ob eine erhöhte Proteinzufuhr bessere
Ergebnisse bringt.
Beispiel
Unser
Athlet nimmt bislang drei Malzeiten zu sich, die theoretisch seinem Bedarf
entsprechen und gewinnt keine Muskelmasse hinzu, sondern nimmt sofort ab, sobald
er eine Woche pausiert.
Nun
verteilt er seine täglichen Nährstoffe auf sechs kleinere Malzeiten mit
jeweils etwas mehr als 500 kcal und erhöht seine Eiweisszufuhr um 50 g für die
er 25 g Fett einspart. Nun
stellt sich der gewünschte Erfolg ein.
2.
Der gute Nährstoffverwerter
Ein
guter Nährstoffverwerter hat in der Regel keine Probleme Muskulatur aufzubauen.
Sein Problem ist eher, kein Fett aufzubauen. Er muss sehr auf seine Ernährung
achten, wenn er seine gute Form bewahren will. Oft sind auch bereits ein paar
Kilos zu viel auf den Rippen.
Sinnvoll
ist es für dieses Nährstoffverwerter, auf lang sättigende Nahrungsmittel mit
niedrigem Kaloriengehalt zurückzugreifen und möglichst vollständige Malzeiten
aufzunehmen. Fette, Proteine, Kohlenhydrate und Ballaststoffe sollten in jeder
Malzeit in ausgewogenem Verhältnis vorhanden sein, um eine hohe Verweildauer im
Magen-Darm-Trakt zu erreichen. So kann die Entstehung von Hunger zwischen den
Malzeiten verhindert werden.
Beispiel
Unser
Beispielsportler nimmt drei Malzeiten à 50 g Eiweiss, 125 g Kohlenhydrate und
35 g Fett (Bsp. 200 g Putenbrust, 150 g Reis in Sahnesoße) zu sich - was seinem
errechneten Bedarf entspricht - und nimmt damit an Fett zu, obgleich er auch an
Kraft und Muskulatur zunimmt.
Innerhalb
von zwei Wochen bei gleichbleibendem Training und gleichbleibender Ernährung
hat er ein Kilogramm zugenommen. Ein Kilogramm Körperfett entspricht 7.000
Kcal. Folglich hat er pro Tag 500 Kcal täglich zu viel zu sich genommen.
Um
die Nährstoffverhältnisse zu wahren, reduziert er 20 g Kohlenhydrate, 8 g
Eiweiss und 5 g Fett pro Malzeit, was einer Gesamteinsparung von ca. 500 Kcal täglich
entspricht.
Nach weiteren zwei Wochen kontrolliert er sein Gewicht und hat kein weiteres Fett aufgebaut, während er trotzdem kontinuierlich stärker geworden ist.
Was bedeutet, abnehmen zu
wollen? Abnehmen wollen heisst, Körperfett verlieren zu wollen. Für viele ist
der Blick zur Waage das Hauptkriterium für eine solche Massnahme und auch
einziger Erfolgsmassstab. Viele sollten sich allerdings die Frage stellen, warum
sie abnehmen wollen. Aus gesundheitlichen Gründen müssen die wenigsten
abnehmen. Schlank zu sein, macht nicht allein bereits einen gesünderen Menschen
aus. Für die meisten ist es die reine Unzufriedenheit mit Ihrem Körper, die
sie zwingt abzunehmen.
Nahrungsmittelauswahl
Natürlich bietet einem
mittlerweile jeder Supermarkt jede Menge fettfreie Produkte. Doch hat das etwas
bewirkt? Gibt es dadurch weniger Menschen, die mit Ihrem Gewicht kämpfen? NEIN!
Fettarme Produkte führen nur zu einer verminderten Sättigung und zwingen somit
früher oder später dazu, den Ausgleich durch größere Mengen zu schaffen. Des
weiteren fällt die Insulinreaktion auf fettarme Nahrungsmittel merklich höher
aus, als bei ihren natürlichen Pendants. Mehr Appetit und Lust auf Essen ist
die Folge.
Wichtigster Schritt ist,
wieder auf seinen Körper zu hören. Die Umstellung von erlerntem Fehlverhalten
("Teller leer essen, sonst scheint die Sonne nicht!") zur richtigen
Ernährung. Nicht die Lust auf Essen oder der Appetit, sondern das Sättigungsgefühl
sollte unsere Nahrungsaufnahme steuern. Einfach aufzuhören, wenn man satt ist,
mag anfangs nicht einfach sein, doch absolut notwendig.
Die Umsetzung ist einfach:
Weg mit Light-Produkten! Nicht das Volumen ist entscheidend, sondern der Nährwert.
Die Nahrungsmittel sollten möglichst einen niedrigen Glykämischen Index (GI)
haben, um starke Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. So lässt sich der Appetit
am besten regulieren. Die Aufteilung der Nährstoffe sollte zu 40 Prozent aus
Kohlenhydraten und zu je 30 Prozent aus Proteinen und Fetten bestehen.
Häufige Fehler
Die meisten, die den Wunsch
haben, dünner zu werden, machen den Fehler, zu schnell zu viel abnehmen zu
wollen. Auf massive Nahrungsverknappung reagiert der Körper mit einem
Notprogramm. Zum einen baut er seine energiebedürftigsten Organe, nämlich die
Leber und die Skelettmuskulatur, auf ein Mindestmass ab um Energie zu sparen.
Zum anderen senkt er seine Stoffwechselgeschwindigkeit, um die zugeführten Nährstoffe
vollständiger zu verwerten als zuvor. Und drittens steigert er seinen Appetit,
was es für einen Abnehmwilligen nicht gerade einfach macht, seine Diät
durchzuhalten. Während Sie eigentlich nur ein paar Pfunde loswerden wollen,
geht es Ihrem Körper um das Überleben.
Meist bestehen weit über 50
Prozent des Gewichtsverlustes sog. Crash-Diäten aus Muskulatur- und
Wasserverlusten. Das Negative hieran sind nicht nur deutliche Kraft- und
Konditionseinbussen, sondern gerade der bereits beschriebene verminderte
Energiegrundumsatz. Selbst wenn der Stoffwechsel und der gesteigerte Appetit
nicht hinzukämen, wäre es mit der Zeit immer schwerer, wenig genug zu essen,
um tatsächlich auch das notwendige Energiedefizit zur Gewichtsabnahme zu
erreichen, ohne sich unterzuernähren.
Wer jetzt, aus mehr als
nachvollziehbaren Gründen, seine Diät abbricht, hat schnell mehr Gewicht als
er vor der Crash-Diät hatte (Jo-Jo-Effekt). Trauriger Umstand ist die neue
Zusammensetzung des Gewichtes. Das neue Übergewicht besteht fast
ausschliesslich aus Fett. Die Muskulatur und damit die Leistungsfähigkeit
kommen nur langsam zurück.
Den Organismus überlisten
Seine Muskulatur während
einer Diätphase zu erhalten, ist im Grunde recht einfach und kann auf
verschiedene Wege erreicht werden. Zum einen sollte man sein Aufbautraining während
der Diät natürlich beibehalten und zum anderen sollte man seinen Proteinkonsum
auf jeden Fall bedarfsgerecht belassen. Wer seine Energiezufuhr nicht weiter als
15-20 Prozent absenkt, muss weder Angst um seine mühevoll aufgebaute Muskulatur
haben noch vor einer der oben geschilderten Notreaktionen des Körpers. Die
Verstoffwechslung von Proteinen zur Energiegewinnung geschieht ohnehin nur unter
extremen Bedingungen. Bei einer Reduktion des Kohlenhydratanteils in der Ernährung
kann es angebracht sein, zusätzlich BCAA`s einzunehmen da der Körper diese bei
solchen Diäten verstärkt zur Energiegewinnung heranzieht. So ist nicht nur der
Erhalt der Muskulatur möglich, sondern der gleiche Aufbau wie unter einer
ausgeglichenen oder gar positiven Energiebilanz auch.
Die negative Energiebilanz
erreicht man durch minimale Einschränkungen in der Ernährung von maximal 500
Kcal. Begleitend ist eine Erhöhung des Trainingsumfangs sinnvoll, da dadurch
weitere Energie verbraucht wird, die dann nicht mehr in der Nahrung eingespart
werden muss. Auch hierbei gilt es allerdings die eigene Nährstoffverwertung zu
beachten.
Unterstützende Mittel
Die Fettverbrennung selbst
kann man durch fettverbrennende Mittel forcieren. An erster Stelle unter den
nicht-steroiden Substanzen stehen hier Clenbuterol und Ephedrin. Deutlich weniger Nebenwirkungen haben Mittel wie HCA oder
Pyruvat. Ob man auf pharmazeutische Fettverbrenner, Fettblocker wie Chitosan
oder insbesondere bei Mangelzuständen sehr hilfreiche körpereigene Substanzen
wie L-Carnitin zurückgreift, um all seine Möglichkeiten auszuschöpfen, ist
nur eine Einstellungssache. Keiner sollte weniger für seinen Erfolg geachtet
werden, nur weil er seine Diät von Nahrungsergänzungen oder Medikamenten
begleiten lässt. Das verlorene Fett bleibt das gleiche!
Wer diese Punkte beachtet,
sollte eigentlich keine Probleme haben, seinen Körperfettgehalt innerhalb
einiger Wochen deutlich zu senken. Realistisch wäre ein Fettverlust von einem
halben bis einem Pfund pro Woche. Das entspricht einer Einsparung von 1750 -
3500 Kcal wöchentlich, also bis zu 500 Kcal pro Tag. Ein Ergebnis, dass man mit
einer halben Stunde Lauftraining pro Tag und dem Weglassen der Butter auf dem
Brot bereits erreichen kann.
Fettverbrennung im Feuer der Kohlenhydrate
Die alles entscheidende Frage während einer Diät ist, wie hoch die tägliche
Menge an Kohlenhydraten sein sollte, die während der Fettverbrennung konsumiert
wird. Viele Diätkonzepte streichen Kohlenhydrate bis auf ein Mindestmass aus
der Ernährung, solange Fett verbrannt werden soll. Problematisch ist
allerdings, dass Kohlenhydrate zum einen unerlässlich für die Verrichtung von
harter Arbeit sind und zum anderen Bestandteil wichtiger Stoffwechselvorgänge
sind, ohne die kein Fett verbrannt wird.
Im sogenannten "Krebs-Zyklus", einem der wichtigsten Stoffwechselvorgänge
zur Fettverbrennung, werden Fette nur zusammen mit Kohlenhydraten verbrannt.
Sind keine Kohlenhydrate anwesend, kommt es nur zu einer unvollständigen
Fettverbrennung. Verbrennt der Organismus Körperfett, so setzt er Fettsäuren
und Glycerin aus den Fettdepots frei. Zur chemischen Umwandelung wird allerdings
Oxalessigsäure benötigt, die wiederum ein Stoffwechselprodukt des
Kohlenhydratestoffwechsels ist.
Zwar deuten einige Studien darauf hin, dass Pyruvat in der Lage ist, als
Ausgangsprodukt für Oxalessigsäure dienen zu können. Dies ändert allerdings
nichts an der Zutrefflichkeit der Aussage " Fette würden nur im Feuer der
Kohlenhydrate verbrennen". Denn ob Pyruvat in der Lage ist, die für den
Fettstoffwechsel nötigen Kohlenhydate in ausreichendem Maß zu liefern, ist
wissenschaftlich noch nicht geklärt.
Flex, Februar 2000, Seite 45.
Tricks
gegen hartnäckige Pfunde
Pyruvat-Debatte
Der Einsatzwert von Pyruvat scheint für fettleibige Personen jedenfalls in
hohen Dosierungen von 25 bis 50 Gramm pro Tag beachtliche Vorteile für die
Fettverbrennung, die Steigerung der Magermasse und für die Verbesserung der
Trainingsernergie und des subjektiven Wohlbefindens zu bewirken. Fraglich ist
jedoch, ob Pyruvat auch in geringeren Dosierungen trainierten Personen, die
nicht fettleibig sind, Vorteile bringt.
In einer aktuellen Studie von Douglas Kalman und Kollegen konnte bei leicht übergewichtigen
Menschen, die ein Kombinat aus 6 Gramm Pyruvat in Kapselform in Verbindung mit
Chromium Dinicotinat/Glycinat, Preiselbeer-Pulver, SHA, Uvaursi, Vitamin B6 und
Zink erhielten und dreimal wöchentlich an einem aus aeroben und anaeroben
Abschnitten bestehenden Zirkeltraining teilnahmen, eine Reduktion an Fettmasse
um 2 kg und ein Aufbau von 1,5 kg Magermasse protokolliert werden.
Dies wird auch von einer später durchgeführten Studie, die ausschließlich
Pyruvat verabreichte bestätigt. Hier wurde der experimentellen Gruppe aus übergewichtigen
Männern und Frauen 6 Gramm Pyruvat täglich appliziert und dreimal wöchentlich
ein 60 Minuten dauerndes aerobes und anaerobes Training durchgeführt. Die
Fettverluste beliefen sich hier auf durchschnittlich 2,3 kg innerhalb von 6
Wochen. Andere Studien scheinen daraufhin zu deuten, dass Dosierungen unter 6
Gramm pro Tag nahezu wirkungslos sind.
Einige Studien deuten darauf hin, dass Pyruvat dem Muskel helfen könnte, mehr
Glukose aus dem Blut zur Energiegewinnung aufnehmen zu können. Pyruvat kann
direkt zum oxidativen Stoffwechsel transportiert werden, um bei aeroben
Leistungen ATP herzustellen. Als Stoffwechselendprodukt dieser sog. Glycolyse
wird es bei anaeroben Leistungen in Milchsäure umgewandelt. Athleten könnten
so weniger unter der Anhäufung von Milchsäure leiden, da sie in der Leber zur
Energiegewinnung zu Glucose umgewandelt werden könnte. Ob Pyruvat bei fitten
Menschen eine Veränderung in der Körperzusammensetzung bewirken kann, ist
bislang nicht bestätigt. Jedoch kann es wohl helfen, dem Sportler zu mehr
Trainingsernergie zu verhelfen.
Muscle & Fitness, Oktober 1999, Nr. 10, Seite 76 ff.
Wie man Fettzellen eliminieren kann.
Konkurrenzen anaboler Prozesse
Versuche an Ratten, denen vier Tage lang Antikörper gegen Adipozyten, also
Stoffe zur Tötung von Fettzellen, verabreicht wurden, belegen die Theorie der
Konkurrenz zwischen Muskulaturaufbau und Fettaufbau. Sechs Monate nach der
Behandlung waren nahezu 50 Prozent der Fettzellen verschwunden und massive
Verluste an Körperfett eingetreten. Trotz Beibehaltung oder teilweise sogar
einer Erhöhung der Nährstoffzufuhr und ohne jegliche zusätzliche körperliche
Betätigung waren nicht nur diese Verluste eingetreten sondern auch ein im
Vergleich zur Placebogruppe signifikanter Muskelaufbau. Je mehr Fett der Körper
aufbaut, desto weniger Muskulatur ist er in der Lage aufzubauen. Je weniger Fett
der Körper aufbaut, desto mehr Muskulatur kann aufgebaut werden.
Ob dieser Prozess auch bei Menschen zutreffend ist, kann nicht über den
gleichen Weg festgestellt werden, da man hierzu erst einmal entsprechende
spezifische Antikörper entwickeln müsste. Das Krankheitsbild der
Lipodystrophie, einer Erbkrankheit, die sich durch das Fehlen von Fettzellen äußert,
kann zur Untersuchung herangezogen werden.
Nimmt ein gesunder Mensch große Mengen an Zucker zu sich, steigt der
Insulinspiegel stark an und speichert alle überschüssige Energie in den
Adipozyten. Nebeneffekt ist eine antikatabole Wirkung auf die Muskelzellen. Was
passiert nun, wenn ein Mensch mit Lipodystrophie die gleiche Menge Zucker zu
sich nimmt? Auch hier steigt der Insulinspiegel stark an, doch da keine
Fettzellen vorhanden sind, wird die zugeführte Energie in den einzigen
verbleibenden Verbrennungsort, die Muskelzelle, transportiert. Dort wird die
Proteinsynthese angeregt und gleichzeitig werden katabole Prozesse gebremst. Da
man diesen Effekt des Insulins bei gesunden Menschen nicht beobachten kann, ist
dies ein Hinweis für die Übertragbarkeit dieser Theorie auf den Menschen.
Ähnliche Effekte lassen sich jedoch im Anschluss an Diäten beobachten. Stellt
man seine Ernährung wieder auf normal um, wird die zugeführte überschüssige
Energie solange zum Aufbau von Muskulatur verwandt bis neue Fettzellen aufgebaut
wurden und die vorhandenen Fettzellen wieder aufnahmefähig sind. In der Regel
dauert dieser Effekt einige Tage an.
Ziel einer Diät sollte also nicht nur eine Schrumpfung der vorhandenen
Fettzellen sein, sondern gerade eine Reduktion der Gesamtzahl.
Faktoren, die Fettzellen aufbauen
Insulin und der insulinähnliche Wachstumsfaktor IGF-1 sind für eine Mehrung
der Fettreserven und zum Aufbau weiterer Fettzellen hauptsächlich
verantwortlich und schützen darüber hinaus die Fettzellen vor der Apoptose,
dem im Zellkern programmierten natürlichen Zelltot. Eine kohlenhydratarme Ernährung
kann diesen Schutz vorübergehend ausschalten, so dass Fettzellen vermehrten
Absterben. Leider geht eine kohlenhydratarme Diät auch auf Kosten der
Muskelmasse.
Faktoren, die Fettzellen abbauen
Der Tumor-Nekrose-Faktor TNF wird bei Infektionen vermehrt ausgeschüttet und
ist in der Lage apoptopische Vorgänge in den Fettzellen zu aktivieren, wirkt
aber leider auch katabol auf die Muskulatur.
Ein weiterer Faktor, der die Apoptose der Adipozyten auslösen kann, ist der
transformierende Wachstumsfaktor TGF, der die Adipozyten veranlasst ein
appetitreduzierendes Hormon namens Lepin auszuschütten. Aber auch dieser führt
gleichzeitig zur Auslösung kataboler Prozesse im Muskel.
Das Prostaglandin F2 ist in der Lage zum einen durch Aktivierung eines Proteins
namens UCP-2 einen Teil der Nahrungsenergie in Wärme umzuwandeln, die somit
nicht in den Fettzellen gespeichert werden kann, vermittelt einen Teil der
apoptopischen TNF-Effekte und erhöht die Quantität von TGF in den adiposen
Geweben. Aufgrund der synergistischen Wirkung von PGF2 und TGF kann die
Aktivierung von Prä-Adipozyten verhindert werden. PGF2 fördert darüber hinaus
den Muskelaufbau. Alles in allem kann man abschließend sagen, dass eine Diät
eine Erhöhung des PGF2-Vorkommens fördern sollte.
Umsetzung im Diätplan
Reduzieren Sie Ihre Kohlenhydratzufuhr langsam um 20 Prozent. Die Hälfte der
verlorenen Kalorien sollten Sie durch Proteine ersetzen. So vermindern Sie zum
einen die Insulinmenge, eliminieren dadurch große Mengen an Fettzellen und schützen
Ihre Muskulatur. Vermindern Sie Ihre Fettzufuhr, da Fette als lokale
Wachstumsfaktoren für die Prä-Adipozyten agieren. So können die das Wachstum
vorhandener Fettzellen minimieren. Nehmen Sie ergänzend fünf bis zehn Gramm
Nachtkerzenöl und ein bis drei Gramm Fischöl ein, um Ihren Bedarf an
essentiellen Fettsäuren zu decken. Darüber hinaus erhöhen Sie durch das
enthaltene GLA das lokale PGF2-Vorkommen in Ihren adiposen Geweben, was wie oben
erläutert zu einer weiteren Vernichtung von Fettzellen und einer Begünstigung
der Proteinsynthese führt.
Kehren Sie nach zwei Monaten zu einem normalen, vernünftigen Ernährungsplan
zurück, um Masse aufzubauen.
So erlauben Sie Ihren Fettgeweben zwar die Produktion neuer Fettzellen, können
aber durch stetes Wiederholen dieser Diätform für ein bis zwei Monate binnen
weniger Jahre einen niedrigen Körperfettgehalt erreichen, den Sie dann auch
ohne Diäten halten können. (aa)
Sportrevue, 10/99, Seite 80 ff.
Zielpunkt FETT
Mittel und Wege, überschüssiges Körperfett loszuwerden, gibt es viele. Über
allem steht allerdings die Energiezufuhr als einziger Faktor des Abbaus von Körperfett.
Entweder muss ich mehr verbrauchen als ich zuführe oder weniger zuführen als
ich verbrauche.
Die meisten Nahrungsergänzungen und Medikamente zur Diätunterstützung führen
zu einer Erhöhung des Grundumsatzes; beispielsweise durch Wärmeentstehung.
Wird dieser höhere Bedarf nicht gedeckt, kommt es zum Fettabbau.
Einige Supplements wirken auf den Fettabbau, indem sie die Absorbtion bestimmter
Nährstoffe (üblicherweise Fette oder Kohlenhydrate) hemmen und somit zu einer
geringeren Nahrungsaufnahme führen oder durch die Hemmung des Hungers zu einer
bewussten Verringerung der Nahrungszufuhr führen. Auch dieses Defizit in der
Energiezufuhr führt zum Fettabbau. Einen Effekt, den ich natürlich auch und
mit dem größten Lerneffekt erreichen kann, wenn ich willensstark genug bin, um
mich bewusst in meiner Ernährung einschränke.
Auch jegliche Trainingseinheiten, die zusätzlich ausgeführt werden, führen
zum Abbau von Körperfett, solange die im Training verbrauchte Energie nicht
wieder durch eine höhere Kalorienaufnahme ausgeglichen wird. Ob hierbei in
einer Herzfrequenz und Belastungsintensität trainiert wird, die fachmännisch
als "Fettverbrennungszone" bekannt ist oder eine höhere Intensität
gewählt wird, spielt zwar eine Rolle für die Fettverbrennung, die bei
geringerer Intensität größer ist, jedoch keine Rolle für den Fettabbau, um
den es schließlich einzig geht. Je mehr Energie ich mit meinem Training
verbrauche, desto mehr Fett verliere ich, solange ich die Energie nicht mit
meiner Nahrung wieder ausgleiche. Ein intensives Training verbraucht mehr
Energie und ist daher klar im Vorteil.
Fett verbrennt der Körper täglich in Ruheposition. Teile unserer Malzeiten
werden täglich in Fett umgewandelt und in den Fettzellen gespeichert. Sämtliche
Energie, die der Körper aus Fetten bezieht, stammt in der Regel aus den
Fettzellen, indem Fettsäuren freigesetzt werden. Zum Fettabbau kommt es aber
einzig darauf an, dass der Tagesbedarf an Energie nicht gedeckt wird und die
Depots somit nicht wieder aufgefüllt werden. Decke ich den Bedarf werden die
verbrannten Fette aus den Depots wieder aufgefüllt. Überschreite ich meinen
Bedarf wird es zu einer stärkeren Fetteinlagerung kommen.
Abnehmen ist einfach, wenn es auch einiges an Konsequenz abverlangt. Man muss
sich nur um eines kümmern: Mehr Energieverbrauch als -zufuhr oder weniger
-zufuhr als -verbrauch. Einfach, oder?
Ketogene Diätformen
Ketogene Diät nach Dr. Atkins
Atkins teilt seine Form der ketogenen Diät in vier Stufen ein. In der
ersten Stufe beschränkt man seine Kohlenhydratzufuhr strikt auf 20 oder weniger
Gramm Kohlenhydrate täglich. Nach zwei Wochen steigert man diese auf 30 Gramm täglich.
In dieser Stufe bleibt man so lange bis man nur noch fünf Kilogramm von seinem
Wunschgewicht entfernt ist. In der anschließenden dritten Phase erhöht man
seine tägliche Kohlenhydratzufuhr langsam um 5 Gramm. Nimmt man wieder an
Gewicht zu, weiß man, dass die maximale Menge an Kohlenhydraten überschritten
ist. Diese Kohlenhydratschwelle sollte man nun in der vierten Phase beibehalten.
Atkins Diät ist eine Ernährungsumstellung und keine zeitlich begrenzte Diät.
Einzelne Ausrutscher sind zwar nicht gravierend, sollten sich aber nicht über
mehrere Tage strecken.
Ketogene Diät nach Dr. Sears
Auch Sears propagiert die Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr. Sears
allerdings reduziert selbige lediglich auf ein ausgeglichenes Mass. Seine
Vorstellung optimaler und gesundheitsförderlicher Ernährung empfiehlt ein Verhältnis
von 40 Prozent Kohlenhydraten, 30 Prozent Proteinen und 30 Prozent Fetten, die möglichst
zusammen zu sich genommen werden sollten. Die Kohlenhydrate sind nur als Stärke
oder Früchte erlaubt und auch gesättigte Fett sollen vermieden werden. Er
vertritt die Theorie, dass diese Lebensmittel zu einer Erhöhung des
"guten" Eicosanoidspiegels führt. Eicosanoide regulieren
Hormonfunktionen. "Gute" Ecosanoide haben beispielsweise eine
insulinspiegelreduzierende Wirkung. Sich in dieser "Zone" zu befinden,
wirkt sich förderlich auf Gesundheit und Körperkomposition aus.
Ketogene Diät nach Dr. Eades
Der "Protein Power Plan" nach Eades empfiehlt eine Reduktion der täglichen
Kohlenhydrat bei Personen über 20 Prozent auf 30 Gramm, während Personen
unterhalb dieses Körperfettgehaltes lediglich auf 50 Gramm reduzieren müssen.
Auch Phasen, in denen kurzfristig "normal" gegessen wird, sind
erlaubt. Allerdings muss anschließend sofort wieder in die Ketose übergegangen
werden.
Ketogene Diät nach Dr. DiPasquale
DiPasquale kombiniert eine strikte ketogene Diät mit einer
kohlenhydratereichen Phase. Montags bis Freitags wird die Kohlenhydratgrenze von
30 Gramm täglich strikt eingehalten. Cholesterinreiche, gesättigte Fette haben
ganz im Gegenteil zu Sears bei DiPasquale eine große Bedeutung, da Cholesterin
der Baustoff für Testosteron ist und somit die auf das Bodybuilding
zugeschnittene "High Fat Diet" zu einem zuverlässigen Partner für
Kraft uns Muskulaturzuwächse ist.
Interessant ist zu erwähnen, dass sämtliche Diätformen funktionieren, ohne
dass die Kalorienzufuhr reduziert wird.
Protokoll einer ketogenen Diät I
Kohlenhydratreiche Diäten funktionieren bei vielen Menschen nicht. Jedenfalls
nicht hundertprozentig zu den erwünschten Ergebnissen. Meist besteht der
Gewichtszuwachs zu mehr oder minder gleichen Teilen aus Muskulatur, Fett und
Wasser. Dies ist auch der Hauptgrund, warum sich die typische Bodybuildingernährung
aus zwei Phasen (Masse- und Diätphase) zusammensetzt.
In Wettkampfdiäten ist die seit Jahren gängige Praxis die Reduktion der Kohlenhydratzufuhr mit den in dieser Ausgabe bereits beschriebenen Vorteilen. Unter anderem erlangt man natürlich auch ein härteres Aussehen durch die minimierte Wasserspeicherung. Kohlenhydrate speichern 2-3 Gramm Wasser im Körper. Allerdings wird hier in der Regel der Fettanteil nicht erhöht. Energiedefizite werden durch die Erhöhung des Proteinanteils ausgeglichen, was den Harnsäurespiegel ungünstig beeinflusst und bei dauerhafter Wettkampfdiät gesundheitsschädigend wirken kann.
Mit einem Gewicht von 103.5 Kilogramm und einem Körperfettgehalt von 19 Prozent, direkt im Anschluss an eine Massephase, entschloss ich mich, statt einer typischen Reduktionsdiät wie oben beschrieben, mit der ketogenen Diät zu beginnen.
Mein erstes Frühstück bestand aus 50 g Schinken und 100 g sechzig prozentigem Camembert. Im Vergleich zu Fastenkäse und stark fettreduziertem Käse, den ich sonst gegessen hatte, wurde ich von dem intensiven Geschmack regelrecht umgehauen. Meine folgenden Malzeiten bestanden aus Salami, Fleisch- und Bratwurst, Steaks, verschiedenen Käsesorten, Tofu und verschiedenen anderen fett- und proteinreichen Nahrungsmitteln. Meine Gewohnheit alle zwei Stunden zu essen, habe ich beibehalten und meine Malzeiten so geplant, dass jede Malzeit ca. 30 g Eiweiß und 30 g Fett enthiellt. Am ersten Tag, ließ ich ein großes Blutbild machen. Erwartungsgemäß waren die Triglyceride und der Cholersterinspiegel erhöht. Der Glycogenspiegel war leicht unter dem empfohlenen Wert. Der Körper benötigt einige Tage bis er sich in Ketose befindet und die Werte sich regulieren. Das hoffe ich durch einen zweiten Bluttest nach Ablauf eines Monates verifizieren zu können.
Zwei Tage nach dem Beginn meiner Diät, wurde mir nach einem schmerzhaften Ereignis klar, wozu der Körper Ballaststoffe benötigt. Also ergänzte ich meine Ernährung um drei mal täglich einen Löffel Leinsamen, die ich entweder in Tee weich werden ließ oder in kaltem Wasser runterspülte, und aß mein erstes Gemüse in Form von Spinat und Brokkoli. Meine Verdauung hatte sich damit wieder normalisiert.
Ein typischer Tagesablauf beinhaltet sieben bis acht Malzeiten. Meist starte ich mit Eiern mit Speck, zwischendurch esse ich 100 g Gouda, dann eine Dose Makrelen. Zu Mittag habe ich oft 100 g Spinat, Brokkoli, Blumenkohl oder ein anderes kohlenhydratarmes Gemüse und 100 - 200 g Rinder- oder Schweinelende. Am Nachmittag esse ich gerne gebratenes Tofu oder auch Wurst, Salami oder ähnliches. Vor dem Training trinke ich einen Eiweißshake mit 3 EL Distel-, Oliven oder Sonnenblumenöl. Abends esse ich wieder warm, meist den Rest dessen was ich mit mittags zubereitet hatte, und trinke vor dem Zubettgehen noch einen Shake.
Da ich meine Diät nach Pasquale durchführe, nutze ich meine Wochenenden, um mich wieder mit Kohlenhydraten aufzuladen. Einen Heißhunger auf unter der Woche verbotene Nahrungsmittel habe ich bislang nicht entwickelt. Die Kohlenhydrat- und Wasserspeicherung macht sich deutlich bemerkbar. Am Ende des Wochenendes bin ich meist gute zwei Kilogramm schwerer als zuvor. Montagabend ist das Gewicht allerdings schon fast wieder auf dem alten Stand. Samstags esse ich vornehmlich einfache Kohlenhydrate, wie Gebäck, Nutella- und Erdnußbuttersandwiches, Hamburger, Pommes frites, Pizza und habe mindestens eine Malzeit aus Nudeln oder Reis mit Sahnesoße. Meinen Flüssigkeitshaushalt decke ich durch Kola und Fruchtsäfte, statt durch Wasser wie unter der Woche. Sonntags esse ich hauptsächlich langkettige Kohlenhydrate aus Müsli, braunem Reis, dunklem Brot oder Vollkornnudeln. Den Fett- und Eiweißgehalt versuche ich mit 30 Prozent nach wie vor hoch zu halten.
Jetzt in der dritten Woche meiner Ernährungsumstellung wiege ich 102,9 kg mit einem Körperfettgehalt von 16 Prozent. Meine Körperkraft hat sich rasant nach oben entwickelt und meine Muskulatur wirkt deutlich härter. Die Diät fällt mir absolut leicht und ich freue mich darauf, in drei Wochen mein zweites Protokoll präsentieren zu dürfen.
Protokoll einer ketogenen
Diät II
Ich halte mich jetzt
bereits sechs Wochen konstant an die Vorgaben zur anabolen Diät nach Pasquale.
Bislang konnte ich keinerlei Nachteile feststellen, wenn auch eine fettreiche
Ernährung auf viel Unverständnis stößt, da sie doch genau das Gegenteil
dessen bedeutet, was man gemeinhin unter gesunder Ernährung versteht.
Gerade deshalb konnte ich es nicht erwarten, die Ergebnisse meines bereits im ersten Protokoll angekündigten Testes meiner Blutfettwerte zu erhalten. Meine Angst, die Theorie ließe sich möglicherweise nicht in der Realität bestätigen, erwies sich glücklicherweise als völlig unbegründet. Der für viele coronare Krankheiten verantwortliche Triglyzeridwert ist mit 91 mg/dl (Empfohlen: 70 - 180 mg/dl) auf einem sehr niedrigen Niveau. Und das obwohl ich täglich 200 - 300 Gramm Fett auf dem Speiseplan stehen habe.
Trotz meines Verzehrs von bis zu zehn Hühnereiern an manchen Tagen, führte es zu keiner Erhöhung des Gesamtcholesterins. Mit 167 mg/dl (Empfohlen: < 220 mg/dl) bestätigt der Serumstest einen Wert im grünen Bereich. Das sogenannte schlechte Cholesterin, das LDL-Cholesterin, ist mit 114 mg/dl (Empfehlung: < 150 mg/dl) auf einem ebenfalls unbedenklichen Niveau.
Ein hoher Fettverzehr wird oft als Ursache für hohen Blutdruck angesehen. Auch hier zeigt mein Selbsttest etwas anderes. Im Allgemeinen ist ein Blutdruck in Ruhe ab 140/90 erhöht. Mit 110/80 liege ich auch hier in keinem gefährdeten Bereich.
Ich konnte mein Körpergewicht um weitere 1,9 kg absenken und habe jetzt ein Körpergewicht von 101,00 kg. Der Körperfettgehalt hat sich nicht weiter verändert und liegt nach wie vor bei 16 %. In wie weit es sich hier um Messungenauigkeiten handelt oder ob es sich bei dem Gewichtsverlust um Magermasse, Wasser oder Fett handelt kann ich nicht verifizieren. Optisch scheint sich allerdings ein weiterer Verlust an Fett in der Bauchregion eingestellt zu haben. Meine Körperkraft ist nach wie vor auf hohem Niveau, so dass ich ausschließen möchte, dass es sich zum Teil um Verluste an Muskelmasse handeln könnte.
Nach wie vor fühle ich mich sehr gut. Mangelerscheinungen sind bislang nicht aufgetreten. Wenn ich meine Ernährung and den Wochenenden mit meiner Ernährung werktags vergleiche, fühle ich mich werktags wesentlich vitaler und verspüre nach meinen Malzeiten keine Müdigkeit wie es bei kohlenhydratreichen Malzeiten der Fall ist. In jedem Fall werde ich mein Experiment fortführen und in drei Wochen mein drittes Protokoll veröffentlichen.
Protokoll einer ketogenen
Diät III
Neun Wochen ist es
jetzt her, als ich den Test der High Fat Diet (Dr. M. di Pasquale) begann.
Aktuell habe ich einen Körperfettgehalt von 15,0 Prozent und ein Körpergewicht
von 99,9 Kilogramm. Daraus ergibt sich ein theoretischer Körperfettverlust von
4,7 kg. Die Differenz zwischen dem tatsächlichen Gewichtsverlust von 3,6 kg und
dem rechnerischen Fettverlust von 4,7 kg resultiert zum einen aus einer gewissen
Messungenauigkeit des Körperfettmessverfahrens und zum anderem aus dem
Muskelzuwachs seit Beginn der Ernährungsumstellung. Im optimalsten Fall könnte
dies bedeuten, dass ein Kilogramm Muskulatur seit Dezember 2000 aufgebaut wurde.
Aktuell teste ich, inwieweit eine Kohlenhydrataufladung am Wochenende notwendig ist. In den vergangenen Wochen konnte ich bereits feststellen, dass mit Kohlenhydrataufladung am Wochenende keine Leistungseinbußen im Krafttraining entstehen. Die Leistung hat sich bislang stetig verbessert. Aerobe Leistungen sind ebenfalls ohne Leistungsverlust durchführbar. Im Anschluss an aerobe Trainingseinheiten ist allerdings im Gegensatz zum Wiederstandstraining eine Menge von 20-30 g Kohlenhydraten ratsam, da dies die Regeneration fördert. Ansonsten stellt sich Müdigkeit und Kraftlosigkeit für mehrere Stunden nach Ende des Trainings ein. Der Bedarf ist leicht durch eine große Apfelschorle zu decken.
Meine Ernährung habe ich vor einer Woche auf die klassischen drei Mahlzeiten pro Tag umgestellt. Hiermit möchte ich verifizieren, dass der Körper ohne Probleme in der Lage ist, 60 - 70 g Eiweiß pro Malzeit zu verwerten und dass große Malzeiten nicht unweigerlich zu einer erhöhten Fettspeicherung führen. Darüber hinaus möchte ich bestätigen, dass es zu keinem Muskelkatabolismus kommt, wenn nicht alle zwei bis drei Stunden Nahrungsprotein und -energie zugeführt wird. Der Magen gibt den energie- und proteinreichen Speisebrei ohnehin nur stoßweise an den Darm zur Verwertung ab, so dass eine Unterversorgung unwahrscheinlich sein muss. Ich nehme zur Zeit drei Malzeiten à 60-70 g überwiegend tierischen Eiweißes, 60-70 g hauptsächlich pflanzlichen Fettes und 10-15 g Kohlenhydraten aus Gemüse und Salaten zu mir. Bislang konnte ich - verglichen mit meiner vorherigen Ernährung - weder signifikante Veränderungen in der Körperkomposition noch was die Trainingsenergie anbelangt feststellen.
Allgemein fühle ich mich sehr wohl und habe den Eindruck, dass auch mein Immunsystem widerstandsfähiger geworden ist.
Protokoll einer ketogenen Diät IV
Mit einer abschließenden Bewertung meines dreimonatigen Tests
kohlenhydratarmer Ernährungsformen möchte ich meine Serie von begleitenden
Protokollen beenden.
Als ich im Dezember meine Ernährung, die - kohlenhydratbetont und fettarm - den
Empfehlungen für gesunde Ernährung entsprach, auf eine Kalorienverteilung
umstellte, die zu durchschnittlich 70 Prozent aus Fetten und zu einem schwindend
geringen Teil von nur fünf Prozent aus Kohlenhydraten bestand, umstellte, war
ich zunächst sehr skeptisch, ob die zwanzig Jahre alten Studien und die
Erfahrungen von Atkins & Co. sich tatsächlich bewahrheiten würden.
In diesem letzten Protokoll kann ich stolz berichten, mein Körpergewicht um über
18 Pfund von 103,5 Kg auf 94,2 Kg reduziert zu haben. Ein Teil dieser
Gewichtsreduktion hängt mit Flüssigkeitsverlusten aufgrund der deutlich
geschrumpften Kohlenhydratspeicher im Körper zusammen. Da sich der Körperfettgehalt
darüber hinaus allerdings von 19 Prozent auf 14 Prozent verringert hat und sich
keinerlei Kraft- oder signifikante Magermasseverluste eingestellt haben, die
Schlüsse auf eine Reduktion der Muskelmasse zulassen würden, kann davon
ausgegangen werden, dass die restlichen Verluste aus abgebauten Fetten bestehen.
Sehr schön lässt sich dies durch Anlegen des Massbandes visualisieren. Während
sich der Umfang von Brust, Oberarmen und Oberschenkeln um durchschnittlich drei
Prozent verringert hat, was auf die Wasserverluste zurückzuführen ist, beträgt
die Verringerung des Hüftumfanges immerhin sechs Prozent und die des
Bauchumfanges sogar über 16 Prozent. In Längeneinheiten bedeutet das eine
Verminderung des Bauchumfangs in Höhe von 17 cm auf 87 cm.
Insbesondere, dass die Fettreduktion ohne bewusste Einschränkung der
Kalorienzufuhr oder gar zu hungern erfolgt ist, stimmt nachdenklich, da für gewöhnlich
kein Fettabbau ohne Energiedefizit denkbar ist. Die tägliche Kalorienzufuhr lag
durchschnittlich im Rahmen dessen, was die Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e. V. empfiehlt.
Erstaunlicherweise führte die nach anerkannten Maßstäben betrachtet doch sehr
extreme Diätform, wie folgende Tabelle belegt, zu keiner Verschlechterung des
Lipidstatus, sondern zu einer teils signifikanten Verbesserung.
|
Bezeichnung
|
04.12.00
|
12.01.01 |
02.03.01 |
Referenzwerte |
|
Gesamtcholesterin |
159
mg/dl |
167
mg/dl |
170
mg/dl |
120-220
mg/dl |
|
HDL |
k.A. |
35
mg/dl |
37
mg/dl |
35-100
mg/dl |
|
LDL
|
k.A. |
114
mg/dl |
119
mg/dl |
100-150
mg/dl |
|
Lipoprotein A |
k.A. |
k.A. |
9,4
mg/dl |
<
30 mg/dl |
|
Triglyceride |
207
mg/dl |
91
mg/dl |
69
mg/dl |
70-180
mg/dl |
|
Glucose |
69
mg/dl |
73
mg/dl |
81
mg/dl |
76-110
mg/dl |
Süssstoffe wie Aspartam, Saccharin und Acesulfam-Kalium finden insbesondere in
vielen diätischen Lebensmitteln, also auch in Sportlernahrung, vielfach
Verwendung, wenn es darum geht, zu süssen, ohne den Kaloriengehalt zu stark zu
erhöhen.
Die meisten Süssstoffe haben keine Kalorien und werden unverdaut ausgeschieden.
Andere, wie beispielsweise Aspartam, sind zwar in Ihrem Kaloriengehalt mit
Zuckern vergleichbar, sind aber aufgrund Ihrer hohen Süsskraft und daher
sparsamen Verwendung eher zu vernachlässigen.
Die Frage, die sich gesundheitsbewussten Sportlern oft stellt, ist, ob diese
auch wirklich sicher sind und vor allem, ob die Leistungsfähigkeit in
irgendeiner Weise beeinträchtigt werden kann.
Von krebsfördernder Nebenwirkung bis hin zum Anlagern von Süssstoffen an den
Gefässwänden hat man schon alles aus dem Lager der Süssstofffeinde vernehmen
können. Tatsache ist aber, dass die meisten dieser panischen Warnmeldungen ins
Reich der Mythen einzuordnen sind und häufig nur auf unzulässigen Auswertungen
epidemiologischer Studien beruhen. Das beste Beispiel ist hier das Verbot von
Saccharin in den späten 80er Jahren, das mittlerweile durch zahlreiche
Versuchsreihen rehabilitiert ist und als unbedenklich eingestuft wurde.
Auch im Zusammenhang mit dem Hormonhaushalt, hört man insbesondere im
Bodybuilding immer wieder, Süssstoffe würden den Fettansatz durch eine hohen
Insulinsekretion fördern. Die oft geäusserte Vermutung ist, dass die hohe Süsskraft
einen dem Zucker adäquaten Insulinausstoss hervorrufen würde. Auch das ist
eine Spekulation, die jeglicher Grundlage der im Körper ablaufenden
biochemischen Prozesse entbehrt. Die Insulinsekretion wird nicht durch die Süsse,
sondern durch den Zucker stimuliert. Vermutete Lerneffekte des Stoffwechsels, ähnlich
des pawlowschen Reflexes, sind in diesem Zusammenhang ebenfalls zu verneinen, da
dieser nur reagieren, aber nicht selbständig agieren kann. Süssstoffe sind
folglich süss, lassen den Insulinspiegel aber unbeeinflusst. Ausnahmen bilden
hier die zuckerverwandten Polyole (Bsp. Sorbitol und Isomalt), die im Vergleich
zu Zucker weniger Kalorien liefern, aber auch eine geringe, zumeist zu vernachlässigende,
Insulinausschüttung hervorrufen.
Ein bedenkenwerter Punkt wäre allerdings die Rolle, die die Psyche hierbei
spielt. Bei einem Konsum von Süssem im Übermass - und hier spielen Süssstoffe
die gleiche Rolle wie Haushaltszucker - kann auf lange Sicht eine Gewöhnung an
den süssen Geschmack eintreten, so dass das Sättigungszentrum durch das
Appetitzentrum überstimmt wird. Die Folge wäre, dass der Hunger, insbesondere
auf Süsses, bleibt, während die Sättigung im Grunde bereits eingetreten ist.
Ein Fettaufbau wird so leicht realisiert.
Abschliessend kann man sagen, dass zumindest die zur Verwendung in
Nahrungsmitteln zugelassenen Süssstoffe ohne Bedenken konsumierbar sind; wenn
auch Masshalten nicht ohne Vorteile ist.
Kohlenhydratblocker vermindern oder verhindern die Aktivität des Enzyms Amylase, einem Verdauungsenzym, das für die Verdauung von Kohlenhydraten zuständig ist. Eine konzentrierte Supplementierung mit Kohlenhydratblockern, wie sie beispielsweise in roten und weissen Bohnen vorhanden sind, könnte eine Verdauung von Kohlenhydraten aus der Nahrung nahezu vollständig verhindern.
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